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Peter Berling "Die Kinder des Gral"



Dieses Buch lag in meinem Urlaubshotel unten nebem dem Telefon, nebst vielen bunten Zeitschriften. Quasi Bookcrossing ohne BC-Label, was ich nun ?ndern werde.

Das ganze spielt 1244, und es gibt ihm Grunde zwei gro?e Lager: die H?ter des Grals, gleichzeitig Anh?nger des Kaisers Friedrich II., die zwei Kinder zu den zuk?nftigen Herrschern der Welt machen wollen. Auf der anderen Seite stehen die Anh?nger der Kirche und des Papstes Innozenz IV., die diese Kinder ?ber die ganze (damals bekannte) Welt jagen, um ihre Regentschaft zu verhindern.

Der Autor hat hier die authentische (?) Chronik des Franziskanerm?nches William von Roebruk verwebt mit den historischen Ereignissen der damaligen Zeit. Heraus kam ein ?ber 700-Seiten dicker Historienschinken, plus Anhang, wo Begriffe, Personen und Ereignisse erkl?rt werden. Dies erleichtert das Lesen und Verstehen auch, doch sollte man gar nicht erst versuchen die jeweiligen Verwandschaftsverh?ltnisse der einzelnen Personen im Kopf zu behalten sondern sich auf die wesentlich Figuren beschr?nken. Ich hab einfach nur versucht mir zu merken, wer auf welcher Seite steht, das gen?gt.

Die Geschichte ist gut recherchiert, das Bild des Mittelalters kommt dank der oft detaillierten Beschreibung von Mahlzeiten, Behausungen und zwischenmenschlichen Beziehungen gut r?ber. Aber von letzterem gab es meiner Ansicht ein bi?chen zu viel. Teilweise lie?t sich das Buch n?mlich wie ein Softporno und man muss annehmen, dass die Leute damals alle spitz wie Nachbars Lumpi waren. Aber was wei? man, vielleicht war es ja auch so.
Das Ende hat mich auch irgendwie ?berrascht, weil es irgendwie zu "offen" war, und auch nicht so recht mit dem Anfang ?bereinstimmte bzw mit dem was William 1253 r?ckblickend auf die Ereignisse der letzten 10 Jahre geschrieben hat. Im nachhinein hab ich aber auch erfahren, dass dies erst der Auftakt zu einer Tetralogie ist, in weiteren 3 B?chern wird also der weitere Weg der Kinder beschrieben.
Interessant war es aber allemal und f?r Fans von historischen Romanen bestimmt ein Leckerbissen.

Wer sich beim Lesen des Buches manchmal an "Die Name der Rose" erinnert f?hlt, liegt gar nicht so falsch. Der Autor des Buches spielte in der Verfilmung von 1986 den Jean D'Anneaux (wer auch immer das war, irgendein frz. Geistlicher nehm ich mal an) und hat daher vielleicht einige Ideen genommen.

Gelesen: Juli 2004
2.6.05 17:41
 


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