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Virginia Woolf "Mrs Dalloway"



Die Geschichte spielt an einem Tag im Juni im London Anfang der 1920er. An diesem Tag m?chte Clarissa Dalloway eine kleine Party ausrichten und beginnt ihn mit den letzten Vorbereitungen, z.B. mit der Besorgung der Blumen am Morgen. Zu Mittag schaut ?berraschend ihre alte Liebe Peter bei ihr vorbei, gerade frisch von einem l?ngeren Aufenthalt aus Indien zur?ckgekehrt. Nat?rlich wandern nach diesen Besuch ihre Gedanken immer wieder in die Vergangenheit, und sie fragt sich ob es richtig war statt Peter ihren jetzigen Mann Richard Dalloway zu heiraten.

Auch viele andere Personen werden w?hrend dieses Tages begleitet, und f?r mich pers?nlich ist es nicht ganz klar, wieso das Buch "Mrs Dalloway" hei?t. Einige andere Personen werden mit genauso viel Text bedacht, wie beispielsweise der suizidgef?hrdete Warren Smith.

Abends treffen sich dann fast alle im Laufe des Tages vorgestellten Personen bei der Party, und das Buch kommt zu einem Abschluss.

Virginia Woolf war ja bekannt daf?r, dass ihr Focus weniger auf der Geschichte, dem plot, sondern mehr auf den Charaktern der Geschichte lag. Sogenannte "stream of consciousness"-Romane schrieb sie, wo sie in einem inneren Monolog die Gedanken und Gef?hle der Charaktere offen legte. Mir pers?nlich liegen ja mehr die Texte, wo auch etwas passiert. Interessant war dieses Buch allemal zu lesen. Vor allem von der stylistischen und technischen Seite her. Denn Woolf verstand es wunderbar, von einer Figur zur n?chsten zu wechseln. Der Gedanke einer Person wurde von einer anderen (an einem ganz anderen Ort) weitergef?hrt beispielsweise. Hervorragende Beispiele, wie man verschiedene Abs?tze im Text verbindet und zu einer Einheit zusammen f?gt. Im Film nennt man sowas "matching cut", interessant zu sehen wie das in der Literatur funktioniert.

Au?erdem ist es sicher nicht schlecht, dieses Werk von Woolf zu kennen um dann auch "The Hours" zu verstehen, dass ich noch lesen und schauen will.

Gelesen: Juli 2005
24.7.05 21:04


Fiona Walker "French Relations"


dt: "Drei M?nner sind zwei zuviel"

Tash French fliegt von London nach Paris, um den Sommer auf dem gro?en Anwesen ihrer Mutter und ihres neuen franz?sischen Mannes zu verbringen. Auch ihre Geschwister samt Familie und Freunde der Familie sind f?r eine kleine Sommerfrische eingeladen, an dessen Ende eine gro?e Party stehen soll um Onkel Edward nach ?ber 30 Jahren wieder im Scho? der Familie zu empfangen.

Tash, j?ngstes Kind der Familie French, leidet immer noch ein bi?chen darunter, dass sie Zeit ihres Lebens im Schatten ihrer Schwester stand, einem Ex-Model die reich geheiratet hat. Als kleinen Ausgleich schenkt ihr ihre Mutter ein Pferd. Anfangs nicht wirklich begeistert ?ber dieses eigenwillige Geschenk entwickelt sie dann aber doch eine gewisse Zuneigung zu Snob. Erst recht, als Hugh - ein Bekannter ihrer Schwester und Tash's heimlicher Schwarm - ihr den Hengst f?r den Profisport abspenstig machen will. Unterst?tzung bekommt sie von Niall, einem bekannten Schauspieler der in Frankreich in aller Ruhe ?ber die Trennung von seiner Frau hinweg kommen will. Und dann taucht schlie?lich auch noch Max, ihr Freund, auf der Bildfl?che auf.

Was ich besonders an dem Buch gemocht habe war, dass es so voller Details war. Die Story beschr?nkte sich nicht nur auf die Hauptdarstellerin und ihre Geschichte, sondern eine Vielzahl von Charakteren wurde alle einzeln f?r sich geformt und hatten ihre individuelle Geschichte. Man konnte sich dadurch die Personen alle sehr gut vor dem inneren Auge vorstellen.
Manche m?gen viele Erz?hlstr?nge vielleicht verwirren, f?r mich macht es eine Geschichte bunter. Dadurch hatte das Buch
zwar auch 800 Seiten, und zuerst dachte ich mir auch, dass man eine solche Geschichte auch auf weniger Seiten erz?hlen kann. Aber ich w?rde keinen einzigen Satz missen wollen, besonders die Beschreibungen der Kinder und ihrer kleinen Untaten waren herrlich am?sant.
Ich hab bei Amazon gerade gelesen in den Rezensionen, dass die deutsche Version um etwa 300 Seiten abgespeckt wurde, viele Dinge gek?rzt. Vielleicht dachte man, dass es sich somit besser verkaufen w?rde. Ich w?rde jedem empfehlen, bei Interesse dieses Buch lieber im Original zu lesen, es ist hier wirklich die Lesem?he wert!

Gelesen: Juli 2005
24.7.05 16:35


Jennifer Crusie "Liebe und andere Zuf?lle"



Minerva Dobbs ist das typische Mauerbl?mchen: mittelgro?, etwas pummelig, nicht ausgesprochen h?bsch, gekleidet in grauen Kost?men. Und manchmal ist sie auch etwas sch?chtern. Dennoch l??t sie sich von dem ?u?erst attraktiven und als Womanizer bekannten Calvin zum Essen einladen. Und w?hrend ihre Freundinnen noch r?tseln, wieso Calvin ausgerechnet Min eingeladen hat, wei? diese es l?ngst: sie hat n?mlich in der Bar mit angeh?rt, wie ihr Ex-Freund mit Calvin gewettet hat, dass letzterer Min nicht innerhalb eines Monats flachlegen wird. Da sie noch unbedingt einen Begleiter zur Hochzeit ihrer Schwester in drei Wochen braucht, beschlie?t sie diese Wette zu ihrem Vorteil zu nutzen und Calvin dann kurz vor Ende des Monats eiskalt abblitzen zu lassen. Doch dann trifft sie - nat?rlich - Amors Pfeil.

Ich muss leider sagen, dass mir ein anderes Buch dieser Autorin ("Fr?hjahrsputz") viel besser gefallen hat, war hier von ein bi?chen entt?uscht. Sprachlich hatte es einige Schwachstellen. Da wird eine Frau beschrieben mit "Sie hatte ein herzf?rmiges Gesicht, gro?e, graue Augen und ihr Haar....." Zwei Seiten sp?ter wird eine andere Frau beschrieben mit "Sie hatte ein herzf?rmiges Gesicht, gro?e, graue Augen und ihr Haar....." Die Haare waren bei den zweien verschieden, aber der Rest genau gleich. Na hallo, kann die sich nicht mal was neues einfallen lassen. Wenigstens die Reihenfolge der Attribute mal variieren.
Ein wenig unglaubw?rdig fand ich auch die Beschreibungen ala 'Als er sie k?sste sah sie Blitze vor den Augen, sie f?hlte als ob sie ertrank, sie bekam kaum noch Luft und alles in ihr schrie DER IST ES!!!' und bei ihm schrie alles 'SIE IST ES!' Sowas kam da bei jedem Kuss der beiden Protagonisten vor, und 1. wird es mit der Zeit bl?de und zweitens hab ich auch schon verschiedene M?nner gek?sst und noch nie Blitze dabei gesehen oder gleich gedacht DER IST ES. Liegt das jetzt an mir oder spinnt die Jennifer Crusie einfach?

Nichtsdestotrotz hab ich auch schon schlechtere Chick-Lit-B?cher gelesen, und als Urlaubslekt?re am Pool (wo ich es gelesen hab) ist es sehr passend.

Gelesen: Juli 2005
24.7.05 15:49


Walter Moers "Die Stadt der tr?umenden B?cher"



Hildegunst von Mythenmetz hat am Sterbebett seines Patenonkels von ihm ein Manuskript erhalten, das es in sich hat. Jedes Mal wenn er die kurze Geschichte liest, werden unglaubliche Empfindungen in ihm wach. Schon bald wird ihm klar, dass er unbedingt den Autor dieser Zeilen finden muss. Und so macht er sich auf in die Stadt der tr?umenden B?cher, wo sich alles tummelt was auch nur im entferntesten mit B?chern und Literatur zu tun hat.
Dort trifft er allerdings nicht nur auf nette Kreaturen, und landet schlie?lich in den Katakomben von Buchhaim ohne Aussicht darauf, je das Sonnenlicht wieder zu erblicken.

Die Geschichte spielt, wie bereits drei andere Moers-B?cher, wieder in Zamonien. Dort leben keine Menschen, sondern allerlei andere Fantasiegestalten. Hildegunst beispielsweise ist eine Gro?echse. Und alle tragen wahn-witzige Namen, die meisten sind Anagramme auf bekannte Schriftsteller. Wer will kann sich ja mal einen Spa? draus machen, alle Anagramme zu entschl?sseln. Ich hab einige geschafft, aber bei weitem nicht alle.

Ich bin ja, wie man vielleicht schon gemerkt hat, ein wahrer B?cherfan, und konnte mit Hildegunst mitf?hlen, der dort in ein wahres B?cherparadies kommt. Dennoch haben mit die Abenteuer von K?pt'n Blaub?r besser gefallen, waren spannender, witziger, als die Odyssee von Hildegunst. Lesenswert war es aber trotzdem.

Gelesen: Februar 2005
5.7.05 17:09


Silke Neumayer "K?ss mich, Baby!"



Emma denkt sich, dass es langsam mal Zeit wird f?r ein Baby. Schlie?lich ist sie bereits 34, viel Zeit bleibt da nicht mehr. Also setzt sie die Pille ab und rechnet damit, dass es eh mindestens 1 Jahr dauert, bis sie ?berhaupt schwanger wird. Da hat sie sich aber doch etwas verrechnet, denn sie wird sofort "vom Klapperstorch gebissen", wie sie so sagt.
Und obwohl ihr Freund Moritz bisher keine Ambitionen hatte, Vater zu werden (so in 10-15 Jahren k?nne er sich das vorstellen, aber jetzt noch nicht) freut er sich dann doch ?ber den Nachwuchs.

Und so beschreibt Emma in diesem Buch, was ihr in den 9 Monaten bis zur Geburt passiert. Im Grunde eher Belanglosigkeiten, nichts spannendes. Wenn man gerade schwanger ist vielleicht ganz nett zu lesen, weil man die Sachen auch gerade durchmacht. Ich bin zwar nicht schwanger, aber werde in wenigen Tagen Tante.

Was ich irgendwie komisch fand: Emma wollte schwanger werden weil sie bereits 34 ist, aber nicht weil sie wirklich Kinder will. Sie freut sich dann zwar auf ihr Kr?melchen, aber irgendwie kommt sie mir immer noch nicht als Mutter vor. Vielleicht aber auch eine subjektive Einsch?tzung von mir. Auch der Vater freut sich gleich wie bolle, auch wenn er von dieser Schwangerschaft v?llig ?berrascht wurde und eigentlich noch gar keine Kinder wollte. Realistisch? Wei? nicht so recht, aber da das hier eh nur ein Buch ist, ist es wohl egal.

Gelesen: Juli 2005
5.7.05 16:55


Audrey Niffenegger "The Time Traveler's Wife"


dt: "Die Frau des Zeitreisenden"

Die Liebesgeschichte von Clare und Henry ist au?ergew?hnlich. Als sie sich das erste Mal begegnen ist sie 6 und er 36 Jahre alt. Als sie heiraten ist Clare 22, und Henry 30.

Henry ist n?mlich ein Zeitreisender, der zu willk?rlichen Zeiten und auf unbestimmte Zeit immer wieder in die Vergangenheit oder Zukunft reist. Er kann weder den Zeitpunkt noch den Ort beeinflussen. Mal landet er an einem Highway, an seinem Arbeitsplatz, ein Parkplatz oder aber in der Wiese hinter Clares Haus, seinem Lieblingsplatz. Und immer ist er nackt wie der Terminator. Deshalb hat Clare auch immer ein paar Sachen und warmen Kaffee parat, wenn er sich in unregelm??igen Abst?nden besuchen kommt.

Obwohl Henry bereits wei?, dass dieses kleine M?dchen jene Frau ist, die er sp?ter heiraten und f?r immer lieben wird, sind die ersten 12 Jahre ihrer Beziehung rein platonisch. W?hrend seinen Besuchen reden sie haupts?chlich und lernen einander kennen. Erst als sie sich sp?ter auch im "normalen" Leben, jeder in seinem richtigen Lebensalter, begegnen, wird daraus eine leidenschaftliche Liebe.

Und erst nachdem sie lange verheiratet sind, erlebt Henry die Dinge, die f?r Clare schon l?ngst in der Vergangenheit liegen. Was sie sich allerdings nie gefragt hat: wieso war Henry bei seinen Besuchen nie ?lter als Mitte 40?

Ganz zum Anfang war es leicht konfus, wo wir uns grad befinden, und ich musste mich erst einmal reinfinden. Auch weil ich noch nicht ganz genau wu?te, wie das mit dem Zeitreisen funktionierte. Aber ich hatte mich sehr schnell reingefunden.

Die Art dieser Liebesgeschichte ist wirklich sehr au?ergew?hnlich, wahrscheinlich der Hauptgrund wieso dieses Buch so erfolgreich ist. Nicht die ?bliche "Er kriegt Sie und umgekehrt"-Story. Mir hat das Buch sehr viel Spa? gemacht.

Gelesen: Juni 2005
4.7.05 20:36


Anna Freedman "Ein letzter Sommer in Sa Costa"



Das Buch erz?hlt parallel die Ereignisse von 1953 in England und von 2003 in Mallorca. Familienmitglieder lernen sich nach 50 Jahren (neu) kennen. Und zwei gro?e Liebesgeschichten bilden den Mittelpunkt der jeweiligen Erz?hlstr?nge.

1953 verliebt sich die 16j?hrige Rachel in Tony Glover, muss diese Liebe aber vor ihrem ?lteren Bruder Bill und ihrer Mutter geheim halten. Denn Tony's Bruder Keith ist Schuld daran, dass Rachel's Vater tot und ihre Mutter im Rollstuhl ist. Als Rachel schwanger wird, beschlie?en die beiden zu fliehen. Doch ausgerechnet an diesem Tag bricht ?ber ihren Heimatort eine verheerende Flut ein.

2003 nimmt Laurie im Hause ihres Vaters den Telefonh?rer ab und erf?hrt somit zum ersten Mal, dass sie eine Tante hat. Diese will sich nach 50 Jahren endlich mit ihrem Bruder vers?hnen. Bill zeigt sich aber nach wie vor unnachgiebig, stattdessen nimmt Laurie die Einladung in eine Villa nach Mallora an. Sie ahnt nicht, dass sie dort ihre gro?e Liebe wiedersehen wird. Sam, in den sie sich vor 3 Jahren rettungslos verliebt hatte. Nun ist Sam verheiratet und hat einen kleinen Sohn, und es sieht nicht so aus als ob Sam f?r Laurie seine Familie aufgeben w?rde.

Ich selbst hab lieber die Geschichte von 2003 gelesen. Bei der anderen wusste man ja schon in etwa, wie sie ausgehen wird.

Ein kleines bi?chen unrealistisch war mit zwar der Zufall des Wiedertreffens von Sam und Laurie. Und zwischendurch waren ein paar S?tze zu schmalzig. A la "Sam. Allein wenn sie an ihn dachte blieb ihr fast die Luft weg. Alles verzehrte sich nach ihm."

Aber abgesehen davon ein nettes Buch. Eigentlich ein ideales Buch f?r den Urlaub, ich hab es jetzt kurz vorher gelesen.

Gelesen: Juli 2005
4.7.05 20:13


Charlotte Link "Die S?nde der Engel"



Gerade als Maximillian Beerbaum nach 6 Jahren aus der Psychatrie entlassen werden soll, macht sich seine Mutter Janet aus dem Staub und fl?chtet sich in die Arme ihres ehemaligen Liebhabers. Sein Zwillingsbruder Mario unternimmt mit seiner Freundin eine Reise nach Frankreich und der Vater sorgt sich, ob je wieder alles so sein wird, wie es einmal war.

Nachdem ich schon einiges von Charlotte Link geh?rt hatte, und mir schon ein Buch von ihr empfohlen wurde (Das Haus der Schwestern), hab ich dieses hier mal aus der W?hlkiste gerettet. Im Laufe der Geschichte werden mehrere Erz?hlstr?nge miteinander verkn?pft, kleine Geschichten die doch alle irgendwie zusammengeh?ren.
Spannend war das Buch schon, einige Sachen konnte man sich aber bereits im voraus denken, z.B. wieso Janet panisch nach Frankreich reist. Nettes Buch, aber nichts was mich umgehauen oder tief beeindruckt hat.

Gelesen: Mai 2005
30.6.05 16:40


Henning Mankell "Wallanders erster Fall"



Da dieses Buch chronologisch vor den anderen kommt, habe ich dieses nun auch zuerst gelesen. Mein erster Mankell also.
Er ist hier erst 21 Jahre alt, und am Beginn des Buches noch Ordnungspolizist, der aber durch Zufall bei den Ermittlungen f?r einen Kriminalfall miteinbezogen wird. Er war es n?mlich, der die Leiche entdeckt hat.
Im Buch werden mehrere F?lle erz?hlt, zwischen denen manchmal Jahre liegen. Auch wenn ich normalerweise einen kompletten Roman Kurzgeschichten vorziehe, fand ich dieses Buch doch sehr gut zu lesen, da die Aufkl?rung der F?lle dennoch detailliert waren. Und auch spannend.

Aufgefallen ist mir, dass die Syntax ja relativ einfach ist, sehr kurze S?tze und diese sind nicht irgendwie kunstvoll miteinander verbunden. Sondern eine sehr einfache Sprache. Dennoch ganz angenehm zu lesen. Das ist irgendwie wohl auch sein Stil schein mir, zu schreiben wann genau Wallander aufgestanden ist, sich geduscht hat, einen Kaffee getrunken hat und dann zum Polizeipr?sidium gefahren ist und wann er dort angekommen ist. Lauter Dinge, die f?r die Story eigentlich vollkommen unwichtig sind und eigentlich nur F?llstoff. Aber das soll die Figur wahrscheinlich menschlicher machen. Gest?rt hat es mich nicht. Nur einige Wiederholungen fand ich unn?tig, wenn Wallander immer wieder den Fall kurz zusammenfasst (f?r die Leser, die vorher nicht genau aufgepasst haben gibt es also noch einmal eine Zusammenfassung). Einmal ist ok, aber zu oft sollte das nicht sein.

Gelesen: Juni 2005
30.6.05 16:34


J.M. Coetzee "Mr. Cruso, Mrs. Barton und Mr. Foe"



In dieser Geschichte erz?hlt der s?dafrikanische Schriftsteller Coetzee die 'Vorgeschichte', wie es zum Roman "Robinso Crusoe" von Danie Defoe kam. Ihm zufolge war au?er Cruso und Freitag auch noch eine Frau auf der Insel, ebenfalls schiffbr?chtig. Diese Frau ist auch die einzige, die nach der R?ckkehr nach England vom Inselleben berichten kann, da Cruso auf der Schiffsreise zur?ck verstarb und Freitag die Zunge herausgeschnitten wurde als er ein kleiner Sklavenjunge war. Mrs. Barton will ihre Geschichte vom Schriftsteller Mr. Foe aufschreiben lassen und damit ber?hmt werden. Nur leider ist ihre Story ?berhaupt nicht aufregend. Es gibt weder Menschenfresser, noch hat Cruso irgendwelche Waffen oder Werkzeuge vom Wrack retten k?nnen und demzufolge auch keine Festung bauen, Landwirtschaft betreiben und Tiere erjagen k?nnen. Das 'wirkliche' Leben war Barton zufolge schrecklich langweilig, und Fisch die einzige Nahrung.

Mr. Foe gef?llt die Geschichte so wie sie ihm erz?hlt wird nicht so recht, das Abenteuer fehlt seiner Meinung nach. Und wir alle (oder zumindest die, die "Robinson Crusoe" gelesen haben) wissen ja, was er aus der Rohform gemacht hat. Sogar die Frau auf der Insel g?nzlich rausgeschrieben.

Die Plotline h?rt sich eigentlich ganz interessant hat. Den ersten Teil der Geschichte auf der Insel fand ich noch ganz interessant, danach (als Susan Barton und Freitag zur?ck in England sind) wurde die Geschichte f?r mich immer langweilige und teilweise auch obstruser. Den Schlu? habe ich gar nicht verstanden, erst nachdem ich die Bedeutung woanders nachgelesen habe. Ich hab dieses Buch f?r eine Literatur-Vorlesung gelesen, und bin froh dass wir in der Vorlesung dr?ber gesprochen haben so dass es ich wenigstens ein bi?chen mehr verstanden habe.

Gelesen: Juni 2005
21.6.05 20:55


Alan J. Lerner "My Fair Lady"



Wahrscheinlich kennt jeder die Geschichte von Eliza Doolittle, einem armen Blumenm?dchen die redet wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Das f?llt auch Phonetik-Professor Higgins auf, der sich auf eine Wette einl??t und verspricht, aus diesem Rohdiamanten eine echte Lady zu machen. Eliza's ersten Durchbruch hat sie mit "Es gr?nt so gr?n wenn Spanien's Bl?ten bl?hn".

Ich habe "My Fair Lady" als Musicalversion vor etwa 10 Jahren im Metropol-Theater in Berlin gesehen und finde die Story sehr sch?n. Hier kann man in Drehbuchform die Geschichte nochmal nachlesen, was ich doch sehr unterhaltsam fand. Ist ja doch schon eine Weile her, und das meiste hatte ich schon wieder vergessen. Zudem gibt es im Mittelteil einige Abbildungen von den Musical-Auff?hrungen in New York und Berlin. Im Film wurde Eliza von der bezaubernden Audrey Hepburn gespielt, am Broadway von Julie Andrews (die ihr K?nnen schon im Musical-Film "Mary Poppins" unter Beweis stellte).
Ich kann allen nur empfehlen, mal eine Auff?hrung von "My Fair Lady" zu besuchen - egal ob als Musical oder als Theaterst?ck. Als Notl?sung kann man eben dieses kleine B?chlein lesen.

Gelesen: Juni 2005
14.6.05 21:10


Giovanni Arpino "Der Duft der Frauen"

Obwohl Al Pacino auf dem Cover des Buches ist, hat es mit dem gleichnamigen Film au?er der Grundidee nichts gemeinsam. Daf?r aber mit dem Original dieses Films, der italienischen Produktion "Profumo di donna" von 1974. Diese Geschichten stimmen ?berein.

Im Buch begibt sich der blinde, 39j?hrige Fausto zusammen mit dem jungen Ciccio - der als sein Helfer und Assistent engagiert wurde - auf eine kleine Urlaubsreise durch Italien. Von Turin geht es ?ber Genua, Rom schlie?lich nach Neapel. Auf dieser Reise lernt Ciccio seinen neuen Boss immer besser kennen, erkennt dass dieser herrische, sture und zynische Mann anscheinend seinen Lebenswillen aufgegeben hat und sich nur noch dem Alkohol und den Frauen hingibt. In Neapel kommt es dann zu einem tragischen Zwischenfall.

Gelesen: Juni 2005
14.6.05 21:04


Arthur Laurents "The Way We Were"



Katie Morosky und Hubbell Gardiner besuchen am College gemeinsam den "Creative Writing"-Kurs. Ansonsten haben sie aber recht wenig gemeinsam. Sie ist J?din, Pr?sidentin der kommunistischen Liga am Campus und eine politische Aktivistin. Engagiert versucht sie gegen den in Europa laufenden 2. Weltkrieg zu protestieren.
Hubbell hat f?r ihre Bem?hungen nur ein m?des L?cheln ?brig. Er ist Sohn aus gutem Hause und ein typischer WASP.

Einige Jahre sp?ter, 1944, treffen sie sich zuf?llig wieder. Und verlieben sich ?berraschenderweise ineinander. Nach dem Kriegsende heiraten die beiden und ziehen nach Hollywood, wo Hubbell als Drehbuchautor arbeitet w?hrend Katie zu der Art Frau wird, die sie nie sein wollte: sie spielt Tennis, geht auf Hollywood-Parties und vernachl?ssigt ihr politisches Engagement v?llig. Doch dann beginnt die Hexenjagd auf Kommunisten w?hrend der McCarthy-?ra.


Am Anfang erinnerte mich das Buch teilweise an "Love Story". Hubbell und Oliver kommen aus denselben Familienverh?ltnissen, Katie und Jenny sind beide M?dchen die eigentlich nicht ihr Stil sind. Erstes Treffen im College, und allen Hindernissen zum Trotz wird dann doch die gro?e Liebe draus - obwohl sie in einigen Themen unterschiedlicher Meinung sind

Das Buch ist teilweise eine gro?artige Liebesgeschichte, der andere Teil ist ?ber die U.S.-Politik w?hrend und nach dem 2. Weltkrieg.

Obwohl das Buch in den 30er/40ern spielt und 1972 geschrieben wurde, h?rt es sich ?berhaupt nicht altmodisch an und liest sich sehr gut.

Den Film mit Barbra Streisand und Robert Redford habe ich noch nicht gesehen, aber ich w?rde ihn mir jetzt sehr gern anschauen. Habe auch schon gelesen, dass er etwas weiter geht als das Buch, hat somit wahrscheinlich auch ein etwas anderes Ende.
PS: Das Cover hier ist das von der DVD, mein Buch hat aber auch Streisand + Redford auf der Titelseite.

Gelesen: Juni 2005
14.6.05 20:58


Timothy Harris
"American Gigolo - Ein Mann f?r gewisse Stunden"




Julian Cole ist zwar erst 25, aber schon gut im Gesch?ft. Als Edel-Callboy verdient er sich eine goldene Nase im sonnigen Kalifornien. Doch dann geht auf einmal alles schief: eine der Frauen, die er erst k?rzlich begl?ckt hat, stirbt einen zu fr?hen Tod und die Polizei h?lt Julian f?r den Hauptverd?chtigen. Besonders nachdem sie einige Beweismittel bei ihm finden. Schnell ist Julian klar, dass ihm jemand unbedingt die Schuld in die Schuhe schieben will. Die Frau, mit der er in der fraglichen Nacht wirklich zusammen gewesen ist, best?tigt sein Alibi nicht. Auch seine Zuh?lterin l??t ihn h?ngen. Und dann passiert etwas, dass Julian sein ganzes Leben lang noch nicht passiert ist: er verliebt sich. Und ausgerechnet in die Frau des einflu?reichen Senators.

Retrospektiv aus der Perspektive des Protagonisten geschrieben. Relativ kurze, spannende Geschichte, die zudem auch ganz gut geschrieben ist. F?r mich war nur nicht ganz nachvollziehbar, wie schnell sich Julian und Michelle so stark ineinander verliebt hatten, dass sie f?r ihn alles aufgeben w?rde.
Buch zum Film mit Richard Gere.

Gelesen: Juni 2005

14.6.05 15:35


Max A. Collins "Maverick"



Meist sind die "B?cher zum Film" ja doch relativ kurz und b?ndig geschrieben, sich auf das Wesentliche beschr?nkend. Die Charaktere kann man sich, ohne den Film nicht auch gesehen haben, nicht immer gut vorstellen da sie nur oberfl?chlich beschrieben werden.

All das trifft hier NICHT zu! Das Buch besteht als eigenes Werk (und ich habe den Film auch noch nicht gesehen), erz?hlt wird vom Protagonisten Bret Maverick wie er versucht, 25.000$ Startgeld f?r das Pokerturnier in St. Louis zusammen zu kratzen, wie er sein Geld immer wieder 'verliert' und wie er es letztlich doch schafft, sich an den Pokertisch zu setzen.
Mittendrin ein paar kleine ?berraschende Wendungen, die die Geschichte wieder neu beleben. Eine nette Gaunerkom?die, die mehr sehr gut gefallen hat. Das Buch ist angereichert mit ein paar Filmbildern, was ich immer als nette Zugabe sehe.

Im Film spielt Mel Gibson die Hauptrolle, an seiner Seite Jodie Foster und James Coburn. Das Cover vom Buch ist ?hnlich dem vom Video, nur ohne diese Empfehlung der Fernsehzeitschrift.

Gelesen: Juni 2005
12.6.05 12:57


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