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Klassiker

H.G. Wells "The Time Machine"



H.G. Wells ist der Erfinder von Science-Fiction-Romanen. F?r eine Literaturvorlesung habe ich einiges von ihm gelesen, u.a. eben auch dieses Buch hier.
Ein Erfinder, der Time Traveller, baut eine Art Fahrrad, mit dem er durch die Zeit reisen kann. Bei einer seiner Reisen landet er fast 1 Mio Jahre in der Zukunft, und findet eine vollkommen andere Zivilisation vor. Die Lebewesen sind in 2 Rassen gespaltet: die Eloi (liebenswert, naturverbunden, aber auch schwach) und die Morlocks (b?sartig, leben in H?hlen unter der Erde und ern?hren sich von Elois). Als die Morlocks die sch?ne Eloi Weena verschleppen - die einzige, die noch die alte Sprache des Time Travellers spricht und ihm deshalb auch sehr nahe gekommen ist - macht sich der Gast aus der Vergangenheit auf, um seine Freundin zu befreien.

Hinter der ganzen Story liegt eine Kritik an der damaligen Gesellschaft (1895) und vor allem der Industrialisierung.
Wells verleiht der Geschichte durch eine Rahmenhandlung bewu?t den Anspruch von Faktizit?t.

Gelesen: Januar 2005
20.11.05 12:39


Odette Ferry "Ein Herz und eine Krone"



Prinzessin Anne ist auf Europa-Reise und macht auch in Rom hat. Irgendwann hat sie die Schnauze voll von dem starren Hofprotokoll und will endlich auch mal was von den St?dten sehen, die sie besucht. Das wahre Leben sp?ren. Also b?chst sie auch, um die ewige Stadt per pedes zu erkunden. Abends schl?ft sie v?llig ersch?pft bei den antiken Ruinen ein. Dort findet sie der Journalist Joe Bradley, der zu sehr ein Gentleman ist als sie dort ihrem Schicksal zu ?berlassen. Da die sch?ne Frau ihm nicht ihre Adresse nennen kann, muss er sie wohl zu sich nach Hause nehmen. Als er am n?chsten Morgen mitbekommt, welch blaubl?tigen Fang er da gemacht hat, plant er eine geheime Exklusivstory ?ber die sch?ne Prinzessin und spielt f?r sie den Touristenf?hrer. Bei ihrem Bummel durch die Stadt entwickeln sich dann aber auf beiden Seiten unerwartete Gef?hle.

Eine wundersch?ne Liebesgeschichte. Der Film geh?rt zu einem meiner Lieblings-Klassikern, die ich gern an einem Sonntagnachmittag auf der Couch anschaue. Das Buch dazu ist nicht minder romantisch, und ich wei? auch gar nicht, was von beiden zuerst da war.

Gelesen: Juni 2004
11.10.05 17:37


George Eliot "Silas Marner"



Silas Marner ist ein normaler Weber, der im England des 19. Jhd. ein normales Leben lebt. Doch dann wird er f?lschlicherweise des Diebstahlts bezichtigt, verliert seine W?rde und seine Braut. Gedem?tigt und entt?uscht zieht er in das Dorf Raveloe, wo er von Anfang an ein Au?enseiter ist. Da er den Menschen fortan nicht mehr vertraut, versteift er sich darauf, nur noch f?r seine Arbeit zu leben und sein ganzes Geld zu sparen. Viele Jahre sp?ter, als er schon einen kleinen Schatz angespart hat, wird ihm sein ganzes Geld gestohlen. Erst als er ein kleines M?dchen, desssen Mutter unweit seiner H?tte vor K?lte erfroren ist, zu sich nimmt und aufzieht lernt er, dass Liebe mehr wert ist als alles Geld der Welt. Bis der leibliche Vater des M?dchens eines Tages auftaucht.

Ich habe das Original gelesen und kam schwer rein. Die Sprache ist nicht einfach, viele W?rter kannte ich nicht. Zudem fand ich die ersten Kapitel nicht wirklich interessant, erst sp?ter wurde es spannender.
F?r mich war die Moral der Geschichte, dass am Ende jeder das bekommt was er verdient - im positiven sowie im negativen.

Gelesen: Februar 2005
11.10.05 17:26


Virginia Woolf "Mrs Dalloway"



Die Geschichte spielt an einem Tag im Juni im London Anfang der 1920er. An diesem Tag m?chte Clarissa Dalloway eine kleine Party ausrichten und beginnt ihn mit den letzten Vorbereitungen, z.B. mit der Besorgung der Blumen am Morgen. Zu Mittag schaut ?berraschend ihre alte Liebe Peter bei ihr vorbei, gerade frisch von einem l?ngeren Aufenthalt aus Indien zur?ckgekehrt. Nat?rlich wandern nach diesen Besuch ihre Gedanken immer wieder in die Vergangenheit, und sie fragt sich ob es richtig war statt Peter ihren jetzigen Mann Richard Dalloway zu heiraten.

Auch viele andere Personen werden w?hrend dieses Tages begleitet, und f?r mich pers?nlich ist es nicht ganz klar, wieso das Buch "Mrs Dalloway" hei?t. Einige andere Personen werden mit genauso viel Text bedacht, wie beispielsweise der suizidgef?hrdete Warren Smith.

Abends treffen sich dann fast alle im Laufe des Tages vorgestellten Personen bei der Party, und das Buch kommt zu einem Abschluss.

Virginia Woolf war ja bekannt daf?r, dass ihr Focus weniger auf der Geschichte, dem plot, sondern mehr auf den Charaktern der Geschichte lag. Sogenannte "stream of consciousness"-Romane schrieb sie, wo sie in einem inneren Monolog die Gedanken und Gef?hle der Charaktere offen legte. Mir pers?nlich liegen ja mehr die Texte, wo auch etwas passiert. Interessant war dieses Buch allemal zu lesen. Vor allem von der stylistischen und technischen Seite her. Denn Woolf verstand es wunderbar, von einer Figur zur n?chsten zu wechseln. Der Gedanke einer Person wurde von einer anderen (an einem ganz anderen Ort) weitergef?hrt beispielsweise. Hervorragende Beispiele, wie man verschiedene Abs?tze im Text verbindet und zu einer Einheit zusammen f?gt. Im Film nennt man sowas "matching cut", interessant zu sehen wie das in der Literatur funktioniert.

Au?erdem ist es sicher nicht schlecht, dieses Werk von Woolf zu kennen um dann auch "The Hours" zu verstehen, dass ich noch lesen und schauen will.

Gelesen: Juli 2005
24.7.05 21:04


Anne Frank "Das Tagebuch der Anne Frank"



Ich denke, fast jeder kennt den Namen Anne Frank. Ein j?disches M?dchen, dessen Familie bei der Regierungs?bernahme der Nazis nach Holland emigrierten und dort 1942 auch in den Untergrund gehen musste. Besser gesagt in ein Hinterhaus, denn sie lebten zusammen mit einer weiteren Familie und einem Zahnarzt in der hinteren H?lfte eines B?rohauses. Die gesamte Zeit ?ber schreibt Anne ein Tagebuch ?ber die Geschehnisse dort im Hinterhaus.

Wie eine 13j?hrige h?rt sich Anne teilweise wirklich nicht an, zumindest nicht die Art wie sie denkt und schreibt. Sehr reif f?r ihr Alter. Ich hatte mir auch etwas viel "d?steres" vorgestellt, aber sie schreibt erstaunlich 'normal', will hei?en ?ber die Alltagsdinge, ihr Probleme mit den Mitbewohnern, ihre erste Liebe und Kuss und dass sie sich (wie fast jeder Teenager) unverstanden f?hlt. Alle solche Dinge eben. Nat?rlich kommt aber auch das Thema der Judenverfolgung immer wieder vor, aber nicht so stark wie ich erwartet hatte.
Logischerweise kann Anne das Tagebuch nicht weiterf?hren, als sie im August 1944 schlie?lich doch von der Polizei entdeckt werden (das Versteck wurde vermutlich verraten) und die Bewohner in verschiedene Konzentrationslager abtransportiert werden, wo bis auf den Vater Otto Frank alle noch vor Kriegsende sterben.

Das Buch geh?rt ja sozusagen zu den Klassikern, und ich denke , dass man dieses Buch wirklich mal gelesen haben muss. Es ist eine sch?ne Erfahrung...

Gelesen: September 2004
2.6.05 23:18


Zur Abwechslung hier mal meine Lieblinsgballade aus Schulzeiten. Obwohl ich die von Goethe und Schiller sehr mochte, hat dieses hier wohl doch den gr??ten Eindruck bei mir hinterlassen. Zumindest hat es mich damals sehr ber?hrt.

Falls es Euch zu lang zum lesen ist - was ich ja verstehen kann, aber es lohnt sich wirklich - gibts hier eine kurze Zusammenfassung:
Die 'schuldlose' Pfarrerstochter wird in der Gartenlaube von einem reichen J?ngling verf?hrt und geschw?ngert. Ihr Vater will daraufhin nat?rlich nichts mehr mit ihr zu tun haben, auch der Vater des Kindes schl?gt ihr die T?r vor der Nase zu. In ihrer Verzweiflung t?tet sie das Baby gleich nach der Geburt und f?hlt sich danach so schuldig, dass sie selbst den Tod findet und am Grab ihres Kindes f?r immer herumgeistert.

Gottfried August B?rger

Des Pfarrers Tochter von Taubenhain

Im Garten des Pfarrers von Taubenhain
Geht's irre bei Nacht in der Laube.
Da fl?stert und st?hnt's so ?nstiglich;
Da rasselt, da flattert und str?ubet es sich,
Wie gegen den Falken die Taube.

Es schleicht ein Fl?mmchen am Unkenteich,
Das flimmert und flammert so traurig.
Da ist ein Pl?tzchen, da w?chst kein Gras;
Das wird vom Tau und vom Regen nicht na?;
Da wehen die L?ftchen so schaurig. -

Des Pfarrers Tochter von Taubenhain
War schuldlos, wie ein T?ubchen.
Das M?del war jung, war lieblich und fein,
Viel ritten der Freier nach Taubenhain,
Und w?nschten Rosetten zum Weibchen. -

Von dr?ben her?ber, von dr?ben herab,
Dort jenseits des Baches von H?gel,
Blinkt stattlich ein Schlo? auf das D?rfchen im Tal,
Die Mauern wie Silber, die D?cher wie Stahl,
Die Fenster wie brennende Spiegel.

Da trieb es der Junker von Falkenstein,
In H?ll' und in F?ll' und in Freude.
Dem Jungferchen lacht' in die Augen das Schlo?,
Ihm lacht' in da? Herzchen der Junker zu Ro?,
Im funkelnden J?gergeschmeide. -

Er schrieb ihr ein Briefchen auf Seidenpapier,
Umr?ndelt mit goldenen Kanten.
Er schickt' ihr sein Bildnis, so lachend und hold,
Versteckt in ein Herzchen von Perlen und Gold;
Dabei war ein Ring mit Demanten. -

?La? du sie nur reiten, und fahren und gehn!
La? du sie sich werben zu Schanden!
Rosettchen, dir ist wohl was bessers beschert.
Ich achte des stattlichsten Ritters dich wert,
Beliehen mit Leuten und Landen.

Ich hab' ein gut W?rtchen zu kosen mit dir;
Das mu? ich dir heimlich vertrauen.
D'rauf h?tt' ich gern heimlich erw?nschten Bescheid.
Lieb M?del, um Mitternacht bin ich nicht weit;
Sei wacker und la? dir nicht grauen!

Heut Mitternacht horch auf den Wachtelgesang,
Im Weizenfeld' hinter dem Garten.
Ein Nachtigallm?nnchen wird locken die Braut,
Mit lieblichem tief auffl?tenden Laut;
Sei wacker und la? mich nicht warten!?

Er kam in Mantel und Kappe vermummt,
Er kam um die Mitternachtstunde.
Er schlich, umg?rtet mit Waffen und Wehr,
So leise so lose, wie Nebel, einher,
Und stillte mit Brocken die Hunde.

Er schlug der Wachtel hellgellenden Schlag,
Im Weizenfeld' hinter dem Garten.
Dann lockte das Nachtigallm?nchen die Braut,
Mit lieblichem tief auffl?tenden Laut;
Und R?schen, ach! - lie? ihn nicht warten. -

Er wu?te sein W?rtchen so traulich und s??
In Ohr und Herz ihr zu girren!
Ach, Liebender Glauben ist willig und zahm!
Er sparte kein Locken, die sch?chterne Scham
Zu seinem Gel?ste zu kirren.

Er schwur sich bei allem, was heilig und hehr,
Auf ewig zu ihrem Getreuen.
Und als sie sich str?ubte, und als er sie zog,
Verma? er sich teuer, verma? er sich hoch:
?Lieb M?del, es soll dich nicht reuen!?

Er zog sie zur Laube, so d?ster und still,
Von bl?henden Bohnen umd?ftet.
Da pocht' ihr das Herzchen; da schwoll ihr die Brust;
Da wurde von gl?henden Hauche der Lust
Die Unschuld zu Tode vergiftet. - - -

Bald, als auf duftendem Bohnenbeet
Die r?tlichen Blumen verbl?hten,
Da wurde dem M?del so ?bel und weh;
Da bleichten die rosichten Wangen zu Schnee;
Die funkelnden Augen vergl?hten.

Und als die Schote nun allgemach
Sich dehnt' in die Breit' und L?nge;
Als Erdbeer' und Kirsche sich r?tet' und schwoll;
Da wurde dem M?del das Br?stchen zu voll,
Das seidene R?ckchen zu enge.

Und als die Sichel zu Felde ging,
Hub's an sich zu regen und strecken.
Und als der Herbstwind ?ber die Flur,
Und ?ber die Stoppel des Habers fuhr,
Da konnte sie's nicht mehr verstecken.

Der Vater, ein harter und zorniger Mann,
Schalt laut die arme Rosette:
?Hast du dir erbuhlt f?r die Wiege das Kind,
So hebe dich mir aus den Augen geschwind
Und schaff' auch den Mann dir ins Bette!?

Er schlang ihr fliegendes Haar um die Faust;
Er hieb sie mit knotigen Riemen.
Er hieb, das schallte so schrecklich und laut!
Er hieb ihr die sammtene Lilienhaut
Voll schwellender blutiger Striemen.

Er stie? sie hinaus in der finstersten Nacht
Bei eisigem Regen und Winden.
Sie klimmt' am dornigen Felsen empor,
Und tappte sich fort, bis an Falkensteins Tor,
Dem Liebsten ihr Leid zu verk?nden. -

?O weh mir, da? du mich zur Mutter gemacht,
Bevor du mich machtest zum Weibe!
Sieh her ! Sieh her! Mit Jammer und Hohn
Trag' ich daf?r nun den schmerzlichen Lohn,
An meinem zerschlagenen Leibe!?

Sie warf sich ihm bitterlich schluchzend ans Herz;
Sie bat, sie beschwur ihn mit Z?hren:
?O mach' es nun gut, was du ?bel gemacht!
Bist du es, der so mich in Schande gebracht,
So bring' auch mich wieder zu Ehren!? -

?Arm N?rrchen?, versetzt' er, ?das tut mir ja leid!
Wir wollens am Alten schon r?chen.
Erst gib dich zufrieden und harre bei mir,
Ich will dich schon hegen und pflegen allhier.
Dann wollen wir's ferner besprechen.?

?Ach, hier ist kein S?umen, kein Pflegen, noch Ruh'n!
Das bringt mich nicht wieder zu Ehren.
Hast du einst treulich geschworen der Braut,
So la? auch an Gottes Altare nun laut
Vor Priester und Zeugen es h?ren!?

?Ha, N?rrchen, so hab' ich es nimmer gemeint!
Wie kann ich zum Weibe dich nehmen?
Ich bin ja entsprossen aus adligem Blut.
Nur Gleiches zu Gleichem gesellet sich gut;
Sonst m??te mein Stamm sich ja sch?men.

Lieb N?rrchen, ich halte dir's, wie ich's gemeint:
Mein Liebchen sollst immerdar bleiben.
Und wenn dir mein wackerer J?ger gef?llt,
So la?' ich's mir kosten ein gutes St?ck Geld.
Dann k?nnen wir's ferner noch treiben.?

?Da? Gott dich! du sch?ndlicher, b?bischer Mann! -
Da? Gott dich zur H?lle verdamme! -
Entehr' ich als Gattin dein adliges Blut,
Warum denn, o B?sewicht, war ich einst gut,
F?r deine unehrliche Flamme? -

So geh dann und nimm dir ein adliges Weib! -
Das Bl?ttchen soll schrecklich sich wenden!
Gott siehet und h?ret und richtet uns recht.
So m?sse dereinst dein niedrigster Knecht
Das adlige Bette dir sch?nden! -

Dann f?hle, Verr?ter, dann f?hle wie's tut,
An Ehr' und an Gl?ck zu verzweifeln!
Dann sto?' an die Mauer die sch?ndliche Stirn,
Und jag' eine Kugel dir fluchend durch's Hirn!
Dann, Teufel, dann fahre zu Teufeln!?

Sie ri? sich zusammen, sie raffte sich auf,
Sie rannte verzweifelnd von hinnen,
Mit blutigen F??en, durch Distel und Dorn,
Durch Moor und Ger?hricht, vor Jammer und Zorn
Zerr?ttet an allen f?nf Sinnen.

?Wohin nun, wohin, o barmherziger Gott,
Wohin nun auf Erden mich wenden?? -
Sie rannte, verzweifelnd an Ehr' und an Gl?ck,
Und kam in den Garten der Heimat zur?ck,
Ihr kl?gliches Leben zu enden.

Sie taumelt', an H?nden und F??en verklomt,
Sie kroch zur unseligen Laube;
Und jach durchzuckte sie Weh auf Weh
Auf ?rmlichem Lager, bestreuet mit Schnee,
Von Reisicht und rasselndem Laube.

Es wand ihr ein Kn?bchen sich weinend vom Scho?,
Bei wildem uns?glichen Schmerze.
Und als das Kn?bchen geboren war,
Da ri? sie die silberne Nadel vom Haar,
Und stie? sie dem Knaben ins Herze.

Erst, als sie vollendet die blutige Tat,
Mu?t' ach! ihr Wahnsinn sich enden.
Kalt wehten Entsetzen und Grausen sie an. -
?O Jesu, mein Heiland was hab' ich getan??
Sie wand sich das Bast von den H?nden.

Sie kratzte mit blutigen N?geln ein Grab,
Am schilfigen Unkengestade.
?Da ruh du, mein Armes, da ruh nun in Gott,
Geborgen auf immer vor Elend und Spott!? -
Mich hacken die Raben vom Rade!? - -

Das ist das Fl?mmchen am Unkenteich;
Das flimmert und flammert so traurig.
Das ist das Pl?tzchen, da w?chst kein Gras;
Das wird von Tau und von Regen nicht na?;
Da wehen die L?ftchen so schaurig!

Hoch hinter dem Garten von Rabenstein,
Hoch ?ber dem Steine vom Rade
Blickt, hohl und d?ster, ein Sch?del herab,
Da? ist ihr Sch?del, der blicket aufs Grab,
Drei Spannen lang an dem Gestade.

Alln?chtlich herunter vom Rabenstein,
Alln?chtlich herunter vom Rade
Huscht bleich und wolkicht ein Schattengesicht,
Will l?schen das Fl?mmchen, und kann es doch nicht,
Und wimmert am Unkengestade.
1.6.05 23:17


Oscar Wilde "The picture of Dorian Gray"



Das Buch hatte ich schon eine ganze Weile im Regal zu stehen, aber erst nachdem ich den Film "Die Liga der au?ergew?hnlichen Gentlemen" gesehen habe im letzten Herbst, hatte ich Lust, das Buch und die verr?ckte Geschichte des Hr. Gray zu lesen.
Ich hab es im Original gelesen, wodurch es auch etwas schwerer war, da zu Zeiten Oscar Wildes viele andere W?rter verwendet wurden als in der heutigen Zeit. Aber die Handlung ist dennoch verst?ndlich.

Der Plot: Dorian Gray ist ein sehr junger und vor allem sch?ner Mann, als er sich portr?tieren l?sst. Ein Freund, Lord Henry, setzt ihm den Floh ins Ohr, dass seine Sch?nheit das Wertvollste ist, was Dorian besitzt. Wenn die vergeht, ist er nichts mehr wert. Also w?nscht sich Dorian Gray im Geheimen "ach wenn ich doch ewig jung bleiben k?nnte, und stattdessen das Bild altern w?rde". Auf wundersame Weise wird dieser Wunsch auch wahr. Schlimmer noch: das Bild altert nicht nur an seiner statt, sondern in ihm sind auch die Greueltaten, die Dorian anderen Menschen antut, sichtbar. Eine junge Schauspielerin in den Selbstmord treiben ist nur die erste dieser Greueltaten. Im Laufe der Zeit wird Dorian immer eitler und eingebildeter, und macht mit den Leuten, die ihm zu F??en liegen (das sind sowohl Frauen als auch M?nner), was er will.
Im Innersten zerbricht er aber bald an seinem Geheimnis, dass er noch nicht einmal seinen besten Freunden offenbart und zum Schlu?...

Naja, das m?sst ihr schon selbst lesen. Ich fand die Geschichte sehr spannend. Im Mittelteil gibt es aber eine etwas langatmige Passage, wo Wilde beschreibt mit welchen Dingen Dorian sich die Zeit vertreibt (Kunst, Geschichte, edlen Dingen etc.). Ansonsten aber sehr ok. ?brigen soll auch etwas von Oscar Wilde in dem Buch stecken, viele meinen n?mlich er w?rde den Lord Henry verk?rpern. Au?erdem soll Wilde seine homosexuellen Erfahrungen in diesem Buch verarbeitet haben.
Egal also, aus welchem Blickwinkel man dieses Buch liest, es ist auf alle F?lle ein Klassiker der Weltliteratur und nicht verkehrt.

Gelesen: Oktober 2003
2.6.05 23:14


Louisa May Alcott "Little Women"



Ein Klassiker der amerikanischen Kinderliteratur. Ich hab letztes Jahr mal einen 5-min-Vortrag dar?ber gemacht und dachte mir, ich kopiere hier mal Ausz?ge daraus hinein. Vorsicht: ist auf englisch!

Louisa May Alcott was born in Germantown, which is now a part of Philadelphia, in 1832. But soon she moved with her family to the Boston-area, where she and her three sisters Anna, Elizabeth and May grew up. The four girls were educated by their father Bronson Alcott, who was a member of the New England Transcendentalists. Through him Louisa met other Transcendentalists like Theodore Parker, Henry David Thoreau and Ralph Waldo Emerson.
Influenced by these great writers it is not surprising that Lousias greatest passion was writing. She had a rich imagination and often made up stories that she and her sisters act out for their parents or friends. She started her career as a serious author partly because she needed to earn some money to support the family who was not always wealthy. In the beginning, Louisa wrote poetry and short stories, later on the novels.

At the age of 35 her publisher asked her to write a novel for children. That?s how she wrote ?Little Women? where she describes the four March sisters coming of age in New England at the time of the Civil War. The father serves as a preacher in the war, the girls are left alone with their loving mother. The five women live in poverty but try to make the best of it.
The story is very autobiographical. Lousia resembles Jo, who is a tomboy only interested in literature. The eldest sister Anna was the model for Meg, who is pretty and rather vain about that. Elizabeth is portrayed as the gentle Beth, she is the quiet and shy one who enjoys playing the piano. The equivalent of the youngest sister May is Amy, the little girl that often wants to be the center of the attraction. You can see the similarities even in the names: Elizabeth and Beth; May and Amy. ?Little Women? was followed by several other novels about the March family, such as: Good Wives, Little Men and Jo?s Boys.

Sch?n finde ich an Kinderb?chern ja auch immer, dass sie eine Moral haben. So z.B. hier im zweiten Kapitel, wo die M?dels ihr Weihnachtsfr?hst?ck selbstlos einer hungernden Familie mit vielen Kindern spenden. Sicher h?tten sie gern selbst mal wieder ordentlich gefr?hst?ckt, aber den anderen Kindern ging es eben noch viel schlechter als ihnen. F?r diese Gro?z?gigkeit werden sie bereits am Abend entlohnt. Der reiche alte Nachbar hat n?mlich von ihrer Aktion geh?rt und den 4 M?dels ein supertolles Abendessen geschenkt, mit Eiscreme und allem drum und dran. Und die Moral von der Geschicht: Wenn du nichts gibts, dann kriegst du auch nichts.

Gelesen: 2002
2.6.05 23:09


Antoine de Saint-Exupery "Der kleine Prinz"



"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist f?r die Augen unsichtbar"

sagt der schlaue Fuchs zum kleinen Prinzen. Ich habe dieses Zitat schon ?fter geh?rt, aber wu?te nicht wirklich, wo es herkam. Denn erst jetzt habe ich "Der kleine Prinz" gelesen. Ist einfach ein Klassiker der Weltliteratur, den man gelesen haben MUSS, da es voller Lebensweisheiten steckt, die vor allem die Erwachsenen oft schon vergessen haben.

Ein kleiner Prinz, f?r den seine Rose das sch?nste und gr??te ?berhaupt ist, verl??t dennoch seinen Planeten um seine Nachbarn zu besuchen. Zum Schlu? f?llt er auf die Erde - mitten in die W?ste, wo er den Erz?hler des Buches kennen lernt. Als der kleine Prinz am Ende wieder zur?ck zu seinem Planeten will, muss er leider seine schwere k?rperliche H?lle zur?cklassen. Aber seine Seele, die ist immer noch da. Und wenn man hoch zu den Sternen schaut, dann kann man ihn vielleicht sehen.

Schon ganz sch?n traurig das Ende. Wei? jemand, ob de Exupery da den Tod eines Kindes verarbeitet hat? So ganz grundlos wird er das nicht geschrieben haben, denke ich mir.

Gelesen: Dezember 2003
2.6.05 23:07


G?nter de Bruyn "Tristan und Isolde"



Ein Buch in weniger als 24h zu lesen - das habe ich lange nicht mehr geschafft!!!! Daf?r hat dieses Buch aber auch nur 112S. Vom Liebespaar "Tristan und Isolde" wird wohl jeder schon mal geh?rt haben. Aber wer genau sind die beiden??

Im Mittelalter wurden sie von Gottfried von Stra?burg besungen, Richard Wagner machte eine Oper draus. de Bruyn erz?hlte die Geschichte dann im 20. Jh. in epischer Weise und vor allem sehr pr?gnant und verst?ndlich.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Tristan, F?rst von Parmenien in Frankreich. Meist weilt er aber am Hofe seines Onkels, dem K?nig Marke von Cornwall in England. F?r ihn soll er die sch?ne Isolde von Irland als Braut werben, was ihm durch die T?tung eines Drachens auch gelingt. W?hrend der R?ckfahrt nach England trinken beide von einem geheimnissvollen Liebestrank, der eigentlich f?r Isolde und ihren zuk?nftigen Mann bestimmt war. Nun aber ist Isolde in Tristan unsterblich verliebt, und er in sie ebenso. Lange Zeit hindurch verstecken sie am Hofe ihre Liebe, treffen sich im Geheimen um ihre Lust zu stillen. Der K?nig wird mi?trauisch, und obwohl sie ihn oft von ihrer "Unschuld" ?berzeugen k?nnen, zieht Tristan eines Tages doch weg vom Hof, um Isoldes und sein Leben zu retten.
Doch vergessen kann er seine Liebste nie. Und als er von einem vergifteten Schwert verwundet wird ist sie die Einzige, die ihm noch helfen kann...

Gelesen: November 2003
2.6.05 23:05





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