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Für Frauen
Alexander McCall Smith "Ein Koch für Mma Ramotswe"
Dritter Fall von Mma Ramotswe, die in der Hauptstadt von Botswana eine Detektei aufgemacht hat. Bei der Lösung ihrer Fälle hilft Mma Makutsi, die außerdem noch die Werkstatt von Mma Ramotswes Verlobten auf Vordermann bringt. Dort hat die weibliche Hand im Büro schon lange befehlt.
Die Bücher dieser Reihe sind keine Krimis, hier geht es nicht um Mordfälle oder ähnlich schwerer Delikte. Stattdessen wollen die Mandaten häusliche Probleme geklärt haben oder wissen, wer sich am besten als nächste Schönheitskönigin eignet. Mit gesundem Menschenverstand und guter Menschenkenntnis können alle Fälle zur Zufriedenheit aller gelöst werden.
Ich habe bisher kaum einen Roman gelesen, der im neuzeitlichen 'zivilisierten' Afrika spielt. Insofern konnte ich viel über diese Kultur dort lernen. Ich denke sogar, dass das eine Intention des Autors war - den Lesern die Menschen aus Botswana näher bringen.
Gelesen: November 2005
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Maureen Martella "Maddy räumt ab"
Maddy ist gerade mal 33, aber es scheint so als ob sie das Leben schon hinter sich hätte. Mit ihrer herrischen Mutter, ihrem ungeliebten Ehemann und ihren häßlichen Zwillings-Söhnen lebt sie auf einer Farm in Irland und ist eher frustiert und gelangweilt. Da kommt ihr die Einladung ihrer Schwester gerade recht.
Diese ist nämlich vor 20 Jahren von dem elterlichen Anwesen geflüchtet um ihr Glück in der großen weiten Welt zu suchen. Gefunden hat sie es in Hollywood, wo sie als erfolgreiche Drehbuchautorin Millionen verdient, in einer prächtigen Villa wohnt und deren Freund der hinreißende Schauspieler Carlos ist. Maddy fühlt sich wie im Himmel und sagt nicht nein, als ihre Schwester Gloria sie bittet, ihren Urlaub zu verlängern. Allerdings verfolgt Gloria damit auch einen ganz bestimmten Zweck: Maddy soll mit Carlos ein Kind zeugen, dass später dann von Gloria und Carlos adoptiert werden kann.
Sehr gut gefallen hat mir die Schreibweise der Ich-Erzählerin. Sehr erfrischend, sehr flott und sehr unterhaltsam. Schon allein deswegen machte mir das Lesen Spaß. Die Story war anfangs sehr interessant, die restlichen 50 Seiten machen zwar noch etwas gespannt auf das Ende, bringen ansonsten nicht mehr viel Neues.
Gelesen: Oktober 2005
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Cindy Blake "Foreign Correspondents"
Carl aus New York und Clare aus London beginngen über den Atlantik hinweg eine Brieffreundschaft, die bald mehr als nur eine platonische Freundschaft wird. Sehnsüchte erwecken in den beiden, und bald auch der Wunsch, sich zu treffen. Wird ihr erstes Treffen enttäuschend oder vergnügt enden? Und sind sie wirklich die, die sie vorgeben zu sein?
Ich fand gut, dass das Buch nicht nach dem ersten Treffen der beiden zu Ende war, sondern die Story doch etwas verwickelt war und dann immer noch wieder weiterging, wo man dachte dass das nun aber das HappyEnd sein müsste.
Es war also nicht alles vorhersehbar, das Ende war dann aber doch so wie ich es mir schon ab der Mitte des Buches etwa gewünscht hatte.
Gelesen: Januar 2005
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Judy Astley "Size Matters"
Jay führt eine Familie und ein Geschäft. Bei dieser Doppelbelastung ist es klar, dass ihr Leben, ihr Aussehen und ihre Garderobe nicht so perfekt ist wie das von Cousine Delphine. Diese kommt nach Jahren zurück in die Heimat und bittet Jay, alles für ihre Wiederkehr vorzubereiten. Eigentlich schmeckt Jay dieses Herumkommandieren gar nicht, aber da sie eine gute Seele ist macht sie es dennoch.
Aber wenigstens ein paar Kleidergrößen will sie bis Delphines Ankunft noch verlieren, und probiert deshalb mehrere Diäten aus. Ob eine davon helfen wird?
Es ist ein relativ kurzes Buch, und so ganz hat mir die Geschichte nicht gefallen. Teilweise passieren komische Dinge die ich nicht so ganz nachvollziehen kann (vor allem die Neben-Stories mit den Kindern). Einzig ihre Diätarten und deren Erfolge waren etwas interessant. Ich hab ja noch nie eine richtige Diät gemacht, wie man sie in diversen Zeitschriften findet. Mein Motto ist immer: ess etwas weniger (und vor allem nicht soviel Süßes) und vor allem Sport machen. Sonst bringt das beste Fasten nichts. Dieses Motto hab ich dann im Sommer auch befolgt und somit in 2 Monaten 6 Kilos abgenommen. Ich hoffe, dass es noch mehr werden!
Gelesen: Juni 2005
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Cindy Chupack "The Between Boyfriends Book"
Eine der Drehbuchautorinnen von "Sex and the City" hat ein eigenes Buch in der Tradition von Candace Bushnell herausgebracht. Es ist eine Sammlung von Kolumnen, die in diversen Frauenmagazinen erschienen sind und sich alle um das Thema Männer und Frauen drehen. Jedoch nicht wie perfekte Beziehungen funktionieren, sondern eher - wie der Titel ja schon verrät - wie man mit Ex-Freunden Schluß macht (oder damit umgeht, wenn man verlassen wird) und wie man sich dann auf den nächsten potentiellen Lebensabschnittspartner vorbereitet und welche Missgeschicke dabei geschehen können.
Das ganze ist in einzelnen Kapiteln thematisch etwas geordnet. Am besten gefiel mir die Idee, dass Frauen nach einem völlig beschissen gelaufenen Date in die "Getaway Bar" gehen können, wo sie auf Leidensgenossinnen treffen und Erfahrungen austauschen können und wo sie es sich kulinarisch und seelisch mal so richtig gut gehen lassen können. Klasse Idee.
Das Buch ist komplett aus der Ich-Perspektive geschrieben und könnte den Frauen gefallen, die auch Bushnell's "SATC"-Buch gelesen haben oder die gern wissen wollen, wie Carrie's Kolumnen komplett aussehen würden.
Gelesen: August 2005
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Jane Green "Herzklopfen per Mausklick"
Von der Grundidee her ist alles bekannt: eine pummelige junge Frau hat kein Selbstbewußtsein und wird deshalb weder vom Chef noch von den meisten Kollegen richtig ernst genommen. Einen Freund hat sie natürlich auch nicht. Erst im Internet findet sie einen Freund, denn da kann sie über ihr Aussehen und ihre Kleidergrößen lügen. Schließlich sitzt der Chatpartner im fernen Californien und sie in London.
Aber dann lädt dieser Brad sie nach L.A. ein, und Jemima würde eigentlich auch gerne. Doch zuerst muss sie abnehmen, und so startet sie auch einen wahren Fitness-Marathon der nach einigen Monaten auch ungeahnte Erfolge zeigt.
Mit einem ganz neuen Körper reist Jemima nach Los Angeles, wo sich Brad auch wirklich als das Schnuckelchen entpuppt, das er auf den Bildern zu sein schien. Die ersten Tage mit ihm sind das Paradies auf Erden für Jemima, das Gefühl begehrt zu werden war für sie bislang unbekannt und so kostet sie alles aus. Doch wird das junge Glück halten??
Ich will hier ja nicht zuviel von der Story verraten, aber ich fand den Brad am Ende sehr unglaubwürdig. Den Grund, wieso er Jemima eingeladen hat, konnte ich nicht so richtig nachvollziehen. Aber das sollte man am besten selbst nachlesen.
Zu sagen wäre vielleicht noch, dass das Buch abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Jemima und der Erzählerperspektive der Autorin geschrieben ist. Und beide reden durchaus auch mal direkt mit dem Leser. Etwas ungewöhnlich vielleicht, aber ok.
Gelesen: Juli 2005
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Josie Lloyd & Emlyn Rees "Come Together"
Normalerweise werden Beziehungsbücher ja von Frauen geschrieben, manchmal auch von Männern (Mike Gayle, Tony Parsons, Ethan Hawke). Hier gibt es nun eine Neuerung: ein Mann und eine Frau schreiben zusammen an einem Buch, erzählen von der turbulenten Beziehung der Londoner Singles Amy und Jack.
Ein Kapitel aus der Sicht von Jack, das nächste dann aus Amy's Perspektive. Hat sie die Situation genauso gesehen oder komplett anders verstanden? Dadurch ist dieses Buch sowohl für die männliche als auch die weibliche Leserschaft interessant. Wer wollte nicht immer schon mal wissen, wie das jeweils andere Geschlecht so über Beziehungsprobleme denkt. Und Probleme, davon haben Amy und Jack genug.
Trotzdem Amy und Jack des öfteren gleiche Ereignisse beschreiben, wird es nicht langweilig zu lesen da sich 1. die Wiederholungen in Grenzen halten und 2. wirklich ganz andere Perspektiven präsentiert werden.
PS: Die Fortsetzung dazu heißt "Come Again"
Gelesen: Februar 2005
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Fiona Walker "French Relations"
dt: "Drei Männer sind zwei zuviel"
Tash French fliegt von London nach Paris, um den Sommer auf dem großen Anwesen ihrer Mutter und ihres neuen französischen Mannes zu verbringen. Auch ihre Geschwister samt Familie und Freunde der Familie sind für eine kleine Sommerfrische eingeladen, an dessen Ende eine große Party stehen soll um Onkel Edward nach über 30 Jahren wieder im Schoß der Familie zu empfangen.
Tash, jüngstes Kind der Familie French, leidet immer noch ein bißchen darunter, dass sie Zeit ihres Lebens im Schatten ihrer Schwester stand, einem Ex-Model die reich geheiratet hat. Als kleinen Ausgleich schenkt ihr ihre Mutter ein Pferd. Anfangs nicht wirklich begeistert über dieses eigenwillige Geschenk entwickelt sie dann aber doch eine gewisse Zuneigung zu Snob. Erst recht, als Hugh - ein Bekannter ihrer Schwester und Tash's heimlicher Schwarm - ihr den Hengst für den Profisport abspenstig machen will. Unterstützung bekommt sie von Niall, einem bekannten Schauspieler der in Frankreich in aller Ruhe über die Trennung von seiner Frau hinweg kommen will. Und dann taucht schließlich auch noch Max, ihr Freund, auf der Bildfläche auf.
Was ich besonders an dem Buch gemocht habe war, dass es so voller Details war. Die Story beschränkte sich nicht nur auf die Hauptdarstellerin und ihre Geschichte, sondern eine Vielzahl von Charakteren wurde alle einzeln für sich geformt und hatten ihre individuelle Geschichte. Man konnte sich dadurch die Personen alle sehr gut vor dem inneren Auge vorstellen.
Manche mögen viele Erzählstränge vielleicht verwirren, für mich macht es eine Geschichte bunter. Dadurch hatte das Buch
zwar auch 800 Seiten, und zuerst dachte ich mir auch, dass man eine solche Geschichte auch auf weniger Seiten erzählen kann. Aber ich würde keinen einzigen Satz missen wollen, besonders die Beschreibungen der Kinder und ihrer kleinen Untaten waren herrlich amüsant.
Ich hab bei Amazon gerade gelesen in den Rezensionen, dass die deutsche Version um etwa 300 Seiten abgespeckt wurde, viele Dinge gekürzt. Vielleicht dachte man, dass es sich somit besser verkaufen würde. Ich würde jedem empfehlen, bei Interesse dieses Buch lieber im Original zu lesen, es ist hier wirklich die Lesemühe wert!
Gelesen: Juli 2005
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Jennifer Crusie "Liebe und andere Zufälle"
Minerva Dobbs ist das typische Mauerblümchen: mittelgroß, etwas pummelig, nicht ausgesprochen hübsch, gekleidet in grauen Kostümen. Und manchmal ist sie auch etwas schüchtern. Dennoch läßt sie sich von dem äußerst attraktiven und als Womanizer bekannten Calvin zum Essen einladen. Und während ihre Freundinnen noch rätseln, wieso Calvin ausgerechnet Min eingeladen hat, weiß diese es längst: sie hat nämlich in der Bar mit angehört, wie ihr Ex-Freund mit Calvin gewettet hat, dass letzterer Min nicht innerhalb eines Monats flachlegen wird. Da sie noch unbedingt einen Begleiter zur Hochzeit ihrer Schwester in drei Wochen braucht, beschließt sie diese Wette zu ihrem Vorteil zu nutzen und Calvin dann kurz vor Ende des Monats eiskalt abblitzen zu lassen. Doch dann trifft sie - natürlich - Amors Pfeil.
Ich muss leider sagen, dass mir ein anderes Buch dieser Autorin ("Frühjahrsputz") viel besser gefallen hat, war hier von ein bißchen enttäuscht. Sprachlich hatte es einige Schwachstellen. Da wird eine Frau beschrieben mit "Sie hatte ein herzförmiges Gesicht, große, graue Augen und ihr Haar....." Zwei Seiten später wird eine andere Frau beschrieben mit "Sie hatte ein herzförmiges Gesicht, große, graue Augen und ihr Haar....." Die Haare waren bei den zweien verschieden, aber der Rest genau gleich. Na hallo, kann die sich nicht mal was neues einfallen lassen. Wenigstens die Reihenfolge der Attribute mal variieren.
Ein wenig unglaubwürdig fand ich auch die Beschreibungen ala 'Als er sie küsste sah sie Blitze vor den Augen, sie fühlte als ob sie ertrank, sie bekam kaum noch Luft und alles in ihr schrie DER IST ES!!!' und bei ihm schrie alles 'SIE IST ES!' Sowas kam da bei jedem Kuss der beiden Protagonisten vor, und 1. wird es mit der Zeit blöde und zweitens hab ich auch schon verschiedene Männer geküsst und noch nie Blitze dabei gesehen oder gleich gedacht DER IST ES. Liegt das jetzt an mir oder spinnt die Jennifer Crusie einfach?
Nichtsdestotrotz hab ich auch schon schlechtere Chick-Lit-Bücher gelesen, und als Urlaubslektüre am Pool (wo ich es gelesen hab) ist es sehr passend.
Gelesen: Juli 2005
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Silke Neumayer "Küss mich, Baby!"
Emma denkt sich, dass es langsam mal Zeit wird für ein Baby. Schließlich ist sie bereits 34, viel Zeit bleibt da nicht mehr. Also setzt sie die Pille ab und rechnet damit, dass es eh mindestens 1 Jahr dauert, bis sie überhaupt schwanger wird. Da hat sie sich aber doch etwas verrechnet, denn sie wird sofort "vom Klapperstorch gebissen", wie sie so sagt.
Und obwohl ihr Freund Moritz bisher keine Ambitionen hatte, Vater zu werden (so in 10-15 Jahren könne er sich das vorstellen, aber jetzt noch nicht) freut er sich dann doch über den Nachwuchs.
Und so beschreibt Emma in diesem Buch, was ihr in den 9 Monaten bis zur Geburt passiert. Im Grunde eher Belanglosigkeiten, nichts spannendes. Wenn man gerade schwanger ist vielleicht ganz nett zu lesen, weil man die Sachen auch gerade durchmacht. Ich bin zwar nicht schwanger, aber werde in wenigen Tagen Tante.
Was ich irgendwie komisch fand: Emma wollte schwanger werden weil sie bereits 34 ist, aber nicht weil sie wirklich Kinder will. Sie freut sich dann zwar auf ihr Krümelchen, aber irgendwie kommt sie mir immer noch nicht als Mutter vor. Vielleicht aber auch eine subjektive Einschätzung von mir. Auch der Vater freut sich gleich wie bolle, auch wenn er von dieser Schwangerschaft völlig überrascht wurde und eigentlich noch gar keine Kinder wollte. Realistisch? Weiß nicht so recht, aber da das hier eh nur ein Buch ist, ist es wohl egal.
Gelesen: Juli 2005
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Audrey Niffenegger "The Time Traveler's Wife"
dt: "Die Frau des Zeitreisenden"
Die Liebesgeschichte von Clare und Henry ist außergewöhnlich. Als sie sich das erste Mal begegnen ist sie 6 und er 36 Jahre alt. Als sie heiraten ist Clare 22, und Henry 30.
Henry ist nämlich ein Zeitreisender, der zu willkürlichen Zeiten und auf unbestimmte Zeit immer wieder in die Vergangenheit oder Zukunft reist. Er kann weder den Zeitpunkt noch den Ort beeinflussen. Mal landet er an einem Highway, an seinem Arbeitsplatz, ein Parkplatz oder aber in der Wiese hinter Clares Haus, seinem Lieblingsplatz. Und immer ist er nackt wie der Terminator. Deshalb hat Clare auch immer ein paar Sachen und warmen Kaffee parat, wenn er sich in unregelmäßigen Abständen besuchen kommt.
Obwohl Henry bereits weiß, dass dieses kleine Mädchen jene Frau ist, die er später heiraten und für immer lieben wird, sind die ersten 12 Jahre ihrer Beziehung rein platonisch. Während seinen Besuchen reden sie hauptsächlich und lernen einander kennen. Erst als sie sich später auch im "normalen" Leben, jeder in seinem richtigen Lebensalter, begegnen, wird daraus eine leidenschaftliche Liebe.
Und erst nachdem sie lange verheiratet sind, erlebt Henry die Dinge, die für Clare schon längst in der Vergangenheit liegen. Was sie sich allerdings nie gefragt hat: wieso war Henry bei seinen Besuchen nie älter als Mitte 40?
Ganz zum Anfang war es leicht konfus, wo wir uns grad befinden, und ich musste mich erst einmal reinfinden. Auch weil ich noch nicht ganz genau wußte, wie das mit dem Zeitreisen funktionierte. Aber ich hatte mich sehr schnell reingefunden.
Die Art dieser Liebesgeschichte ist wirklich sehr außergewöhnlich, wahrscheinlich der Hauptgrund wieso dieses Buch so erfolgreich ist. Nicht die übliche "Er kriegt Sie und umgekehrt"-Story. Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht.
Gelesen: Juni 2005
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Anna Freedman "Ein letzter Sommer in Sa Costa"
Das Buch erzählt parallel die Ereignisse von 1953 in England und von 2003 in Mallorca. Familienmitglieder lernen sich nach 50 Jahren (neu) kennen. Und zwei große Liebesgeschichten bilden den Mittelpunkt der jeweiligen Erzählstränge.
1953 verliebt sich die 16jährige Rachel in Tony Glover, muss diese Liebe aber vor ihrem älteren Bruder Bill und ihrer Mutter geheim halten. Denn Tony's Bruder Keith ist Schuld daran, dass Rachel's Vater tot und ihre Mutter im Rollstuhl ist. Als Rachel schwanger wird, beschließen die beiden zu fliehen. Doch ausgerechnet an diesem Tag bricht über ihren Heimatort eine verheerende Flut ein.
2003 nimmt Laurie im Hause ihres Vaters den Telefonhörer ab und erfährt somit zum ersten Mal, dass sie eine Tante hat. Diese will sich nach 50 Jahren endlich mit ihrem Bruder versöhnen. Bill zeigt sich aber nach wie vor unnachgiebig, stattdessen nimmt Laurie die Einladung in eine Villa nach Mallora an. Sie ahnt nicht, dass sie dort ihre große Liebe wiedersehen wird. Sam, in den sie sich vor 3 Jahren rettungslos verliebt hatte. Nun ist Sam verheiratet und hat einen kleinen Sohn, und es sieht nicht so aus als ob Sam für Laurie seine Familie aufgeben würde.
Ich selbst hab lieber die Geschichte von 2003 gelesen. Bei der anderen wusste man ja schon in etwa, wie sie ausgehen wird.
Ein kleines bißchen unrealistisch war mit zwar der Zufall des Wiedertreffens von Sam und Laurie. Und zwischendurch waren ein paar Sätze zu schmalzig. A la "Sam. Allein wenn sie an ihn dachte blieb ihr fast die Luft weg. Alles verzehrte sich nach ihm."
Aber abgesehen davon ein nettes Buch. Eigentlich ein ideales Buch für den Urlaub, ich hab es jetzt kurz vorher gelesen.
Gelesen: Juli 2005
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Susanne Mischke "Schneeköniginnen"
Auf dem Flughafen in Frankfurt lernen sie sich kennen - und werden früher oder später natürlich zu Freundinnen. Sonst hätte das ganze Buch ja keinen Sinn. Vorher erwischt die eine von ihnen ihren Verlobten aber im Bett mit einer anderen. Allein in New York und etwas unglücklich, läßt sich Anne auf Katie ein, die sie auch im wahrsten Sinne von ihren Gedanken ablenkt. Und zwar in Form einer Reise quer durch die Staaten. Ziel: Los Angeles, wo Katie's Bruder wohnt und ihnen bei einem Drogendeal helfen soll.
Die Autorin ist Präsidentin der "Sisters in Crime", der deutschen Krimi-Autorinnen. Ein wirklicher Krimi ist dieses Buch aber nicht, aber auch kein Frauenroman. Vielleicht könnte man es am ehesten als Road-Book bezeichnen.
Drei Dinge fand ich sehr sehr unglaubwürdig:
* dass man mit einer Reisetasche voller Kokain gleich zweimal durch Flughafenkontrollen kommen kann, ohne erwischt zu werden
* dass die Frauen ihre Verfolger in der Corvette nicht erkannt haben, obwohl sie ihnen sehr nahe kamen
* dass Katie die Drogen (und damit ne Menge Geld) gegen einen Typen eintauscht, von dem sie noch nichtmal weiss, ob es mit ihm klappen würde oder nicht weil sie ihn kaum kennt; das einzige was sie von ihm bisher weiß ist, dass er untreu ist
Insgesamt gesehen fand ich das Buch nicht so besonders gut, eher mittelmäßig. Hab von der S. Mischke noch andere Bücher, werde mal sehen wie diese sind.
Gelesen: September 2004
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Joy Fielding "Verworrene Verhältnisse"
In diesem Buch werden parallel zwei Stories erzählt.
Die eine handelt von Lynn, Sozialarbeiterin und kürzlich verlassene Mutter mit zwei Kindern. Eines Abends ruft sie ein Mann an, sie müssen sich mal unterhalten. Über ihre jeweiligen Ex-Ehepartner, die nun zusammen sind. Lynn ist nicht wirklich erfreut über dieses Treffen, aber irgendwas fesselt sie doch an diesem Mark, der ihrem Ex ziemlich ähnlich sieht. Und es kommt zu weiteren Treffen.
Das dies gar nicht gut für ihr laufendes Scheidungsverfahren ist, warnt sie ihre Anwältin Renee.
Renee ist die Protagonistin der zweiten, für mich sehr viel spannenderen Geschichte. Auf den ersten Blick sieht sie wie eine erfolgreiche Anwältin mit einem umwerfend aussehenden Ehemann an ihrer Seite aus. Glück, was willst du mehr. Doch so langsam zeigt sich, wie sehr ihr Mann mittlerweile ihr Leben bestimmt, wie sie sich von der selbstbewußten Frau von vor 6 Jahren in eine unsichere übergewichtige und (nicht ohne Grund) eifersüchtige Frau verwandelt hat. Doch Philip ist nicht ihr einziges Problem: da gibt es noch ihre Stieftochter Debbie, die ihr die Sommer regelmäßig zur Hölle macht, ihre Schwester Kathryn die nach dem Tod ihres Mannes jeden Lebensmut verloren hat und ihre Eltern, von denen sie sich nie geliebt fühlte. Mit all dem muss Renee endlich ins Reine kommen.
Ich fand es eigentlich ganz gut, dass hier zwei Stories nebenher erzählt wurden, so hatte man zwischendurch immer mal wieder etwas Zeit, um sich 'zu entspannen', und man musste sich nicht die ganze Zeit drüber ärgern, was dieser Philip doch für ein Arschloch ist. Eigentlich komisch, dass selbst starke Frauen wie Renee an der Seite mancher Männer sich zu unsicheren Mauerblümchen entwickeln. Im Job kann sie anderen Männern gegenüber so hart sein, aber zu Hause... Da müssen ihr erst die Augen geöffnet werden.
Gelesen: Mai 2005
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Emily Giffin "Fremd fischen"
Innerhalb eines Sonntages ausgelesen habe ich dieses nette Büchlein.
Die Geschichte: Frau (Rachel) geht nach einer durchzechten Nacht mit dem Verlobten (Dexter) ihrer besten Freundin (Darcy) ins Bett. Als sich die Sache dann im nüchternen Zustand wiederholt, merken beide dass sie sich verlieben und schon ist die Kacke am dampfen. Denn was steht kurz bevor? Die Hochzeit natürlich. Und Rachel ist auch noch die Ehrenbrautjungfer. Schnell meldet sich auch das schlechte Gewissen, denn das macht man einfach nicht. Seine beste Freundin, die man seit über 20 Jahren kennt, so zu hintergehen. Doch dann kommt Rachel ins Grübeln, wann Darcy ihr eigentlich das letzte Mal was Gutes getan hat. Sooo selbstlos ist die gute Freundin nämlich doch nicht.
Bleibt immer noch die Frage: wird das auch der Bräutigam in spe rechtzeitig merken??
Auch wenn die Geschichte in ihrer Grundstruktur sicher nicht neu ist, so ist es doch schön zu lesendes Buch. Kleiner Hinweis an die Autorin noch: bei den Bettszenen nicht so schüchtern sein!! Wir Frauen lesen da gern auch mal mehr als das was im Fernsehen gezeigt wird: langer Kuss und Abblende.
Gelesen: Februar 2005
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