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Short Stories
Burkhard Spinnen "Kalte Ente"
Die Geschichten handeln vom bundesdeutschen Durchschnittsbürger, dem zumeist irgendwelche negativen Dinge passieren. Etwas unvorhergesehenes tritt in das Leben, und erfordert außergewöhnliches Handeln, mit dem die Charaktere alle etwas überfordert sind. Mangels Fähigkeit einen kühlen Kopf zu bewahren kommt es zu unerwünschten Ereignissen.
Ein bißchen haben mich die Kurzgeschichten an die von T.C. Boyle erinnert, der auch den Durchschnitts-US-Bürger beschreibt und dem meist auch nur Negatives passiert. Die Geschehnisse sind natürlich grundverschieden, aber das Ergebnis doch irgendwie gleich: man ist nach dem Lesen eher in einer depressiven/melancholischen Stimmung. Natürlich geht nicht alles schlecht aus, aber es gibt eben auch kein reines Happy End. Was die Geschichten aber nicht schlecht macht, ganz im Gegenteil. Ich fand sie sehr gut. Nur sollte man nicht zuviel davon auf einmal lesen, das würde dann doch die Psyche angreifen.
Gelesen: Oktober 2005
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T.C. Boyle "Schluss mit cool"
Dies ist eine weitere Sammlung von Kurzgeschichten von dem bekannten amerikanischen Autor T.C. Boyle. Ich habe es gelesen, weil ich eine dieser Geschichten für einen Literatur-Kurs an der Uni analysiere.
In den meisten dieser Short Stories dreht es sich um geschiedene Alkoholiker, oft Männer aber auch Frauen. Loser auf jeden Fall. Und entweder passiert ein Einbruch oder ein Mord. Oder beides. Auch die Themen ungewollte Schwangerschaft, überbevölkerte Welt und Abtreibung werden in mehreren dieser Geschichten angesprochen.
Manchmal kann man sich das Ende der Geschichte schon denken, weil es oft immer tragisch endet. Oder zumindest in Trostlosigkeit. Im Grunde genommen ist erst in der allerletzten Geschichte "Nach der Pest" eine Art Happy-End zu erkennen. Diese Geschichte war übrigens auch titelbestimmend für die Originalausgabe "After the Plague", und vielleicht wollte uns Boyle mit diesem Buch vor Augen führen, wie nahe am Abgrund diese unsere Welt sich bereits befindet, dass es aber irgendwo noch ein bißchen Hoffnung gibt.
Gelesen: Dezember 2003
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Maeve Haran "Die Scheidungsdiät"
Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich meist um reifere Frauen drehen die die Schnauze voll haben von ihrem Eheleben, oder einfach nur eine kleine Auffrischung der Liebe brauchen. Es ist alles dabei, von der glücklichen Reunion mit dem angetrauten Gatten bis hin zur 'teuflischen' Trennung. Und das Wichtigste: egal wie eine Geschichte ausgeht, hauptsache die Frau ist damit zufrieden.
In diesem Sinne ist es das perfekte Büchlein für Frauen in ähnlicher Lebenslage, die sich gerade fragen was wohl das beste wäre. Da kann man sich aus den angebotenen Geschichten ja selbst das passende Ende heraussuchen.
Gelesen: Februar 2004
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David Sedaris "Holidays on Ice"
Ein paar Kurzgeschichten, die irgendwie alle was mit Weihnachten zu tun haben. In der ersten beschreibt der Autor z.B. was auf einen zukommt, wenn man als Weihnachtszwerg in einem Einkaufscenter arbeitet. Eine andere Geschichte ist der Text eines "Weihnachtsbriefes", der eine sehr skurrile Geschichte erzählt. Und in der nächsten wird der Konsumwahn und der Drang der Amerikaner, immer die besten sein zu wollen auf die Schippe genommen. Und schlußendlich eine Geschichte über einen gelangweilten Zuschauer einer Weihnachts-Schulaufführung.
Ich hatte mir von dem Buch irgendwie mehr versprochen. So richtig lustig fand ich die Episoden nicht. Wahrscheinlich sollten sie auch mehr sozialkritisch als lustig sein, mir haben sie dennoch nicht wirklich gefallen.
Gelesen: Februar 2004
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