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Drama

Carlos Ruiz Zafón "Der Schatten des Windes"



Eines mal voraus: der Klappentext des Buches ist etwas misleading. Dort steht, dass Daniel immer tiefer in die faszinierende Handlung des Romans eintaucht, das er als 10-Jähriger vom "Friedhof der vergessenen Bücher" gerettet hat.
Insofern hört es sich ein bißchen wie "Lost in a good book" von Jasper Fforder an. Dem ist aber nicht so.

Daniel ist zwar fasziniert von seinem neuen Lieblingsbuch, aber viel mehr ist er auf der Suche nach dem Autor, der auf mysteriöse Weise von der Bildfläche verschwunden ist und von dem es kaum irgendwo Bücher aufzutreiben gibt. Und so macht sich Daniel auf eine mehrere Jahre dauernde Suche nach diesen Julián Carax und trifft dabei auf verschiedene Menschen aus Juliáns Vergangenheit die ihm alle ein Puzzlestück der Geschichte liefern. Bald muss Daniel allerdings feststellen, dass außer ihm auch ein gefährlich ausschauender Polizei-Inspektor auf der Jagd nach Carax ist, und so wird auch die Luft für Daniel immer dünner. Und so ganz nebenbei entstehen in Daniel's Privatleben immer mehr Parallelen zu Carax' Leben. Und das Buch entwickelt sich zu einem spannenden Krimi, das immer wieder neue Überraschungen und Verwicklungen bereit hält.

Ich konnte das Buch leider nicht in einem Rutsch durchlesen, dazu hat es doch zu viele Seiten und mir fallen abends schon immer die Augen zu. Aber spätestens ab der Hälfte des Buches wird es unglaublich spannend und man will unbedingt wissen wie das Ganze nun ausgeht bzw aufgelöst wird. Deshalb hab ich in den letzten beiden Tagen insgesamt dann auch die letzten 300 Seiten des gut 560 dicken Wälzers gelesen. Und war mit dem Ende dann doch sehr zufrieden.
6.10.06 21:00


Ruth Picardie "Es wird mir fehlen, das Leben"



Die Journalistin Ruth Picardie f?llt aus alle Wolken als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird. Ihre Krankheit schreitet rapide schnell voran. Schon bald hat sie nicht mehr die Kraft, ihr normales Leben fortzuf?hren, ihre vielen Freunde zu treffen. Stattdessen behilft sie sich mit E-Mails, um mit der Au?enwelt noch einigerma?en in Kontakt zu bleiben.
Einige von diesen E-Mails sind in diesem Buch abgedruckt, veranschaulichen die letzten Monate von Ruth. Leider erlebt Ruth den ersten Jahrestag ihrer Diagnose nicht mehr.
F?r ihre Verwandten ist es eher eine Erl?sung, da Ruth zum Schlu? nicht mehr dieselbe war wie vor ihrer Krankheit und sie auch nicht wollten, dass sie leidet.
F?r Ruth war es am schlimmsten, ihre Zwillinge nicht aufwachsen zu sehen und nicht zu wissen, ob Schwester Hathaway und Doktor Ross letztendlich doch gl?cklich werden.

Ein sehr ber?hrendes Buch, ohne kitschig zu sein. Ganz im Gegenteil, Ruth schreibt ?ber ihre Krankheit und ihre Begleiterscheinungen eher zynisch als mitleidsheischend. Und es wird einem einmal mehr bewu?t, dass Krebs jeden treffen kann, ?berraschend und unerwartet.

Gelesen: September 2005
1.11.05 22:35


Jane Smiley "Tausend Morgen"



Um die Erbschaftssteuer zu umgehen, schenkt der geizige Farmer Laurence Cook sein Land - Tausend Morgen gro? - seinen drei T?chtern bereits vor seinem Tod. Die j?ngste ist nicht wirklich an dem Land interessiert, sie macht als Anw?ltin in der Stadt Karriere. Die beiden ?lteren T?chter Ginny und Rose bewirtschaften das Land zusammen mit ihren Ehem?nnern, und wollen nun ?ber 'ihr' Land auch selbst bestimmen. Doch der Vater will sich die Funktion des Oberh?uptlings nicht so leicht nehmen lassen und braust auf. Mit Hilfe der j?nsten Tochter strengt er einen Prozess gegen die anderen zwei an, um sein Land zur?ck zu bekommen. Dieser Zwist zerst?rt die gesamte Familie.

Die Geschichte wird aus der Sicht der ?ltesten Schwester erz?hlt. Seit langem verheiratet beginnt sie aus heiterem Himmel eine Aff?re mit einem Nachbarn und sieht schon eine neue Zukunft vor sich. Doch dann wendet sich der Nachbar lieber der anderen Schwester zu, die Eifersucht entzweit die sich einst liebenden Schwestern. Zeitgleich erinnert sich beide an Dinge, die sie lange Zeit verdr?ngt hatten: was ihr Vater ihnen in ihrer Jugend angetan hat. Nachdem die Mutter fr?h verstorben ist, holte sich der Vater die Streicheleinheiten und mehr in ihren Betten. Aber dieser Aspekt des Vergewaltigung/Inzest ist nur ein Bruchteil der Geschichte, die sehr vielschichtig ist.

Gut gefallen hat mir, dass einzelne Charaktere nicht einfach nur schwarz/wei? waren, sondern mitunter sehr vielseitig. Dennoch fand ich das Buch nur m??ig gut. Die ersten 200 Seiten sind ziemlich m?hsam, etwas zu langatmig. Die letzten 100 Seiten waren f?r mich am spannendsten, da ist dann wirklich allerhand passiert.

Gelesen: Juni 2005
18.10.05 21:04


Anna Quindlen "Familiensache"



Kate und Ellen Gulden hatten nie eine besonders enge Beziehung zueinander. Wie viele T?chter war Ellen eher 'Papa's M?del' und immer darauf bedacht, ihm zu gefallen. Kate hingegen war einfach die liebevolle Hausfrau und Mutter, die immer da war und alles ungefragt erledigte; die aber nie aus ihrem Schatten heraus trat.

Nachdem Ellen ihr College beendet hat und gerade einen guten Job bei einer Zeitschrift gefunden hat, bekommt ihre Mutter eine schreckliche Diagnose: sie hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Und ben?tigt die Hilfe ihrer Tochter, so jedenfalls will es der Vater. Ellen ist gar nicht begeistert davon, ihr Leben in New York aufzugeben, um ihre kranke Mutter zu pflegen. Aber sie macht es dennoch, denn eines ist sie nicht: herzlos.

W?hrend der n?chsten Wochen und Monate pflegt sie also ihre Mutter, und lernt sie dabei besser kennen als in ihren 24 Jahren zuvor. Gerade mal ein halbes Jahr nach der Diagnose stirbt Kate, f?r sie ist es zu dem Zeitpunkt eine Erl?sung von ihren mittlerweile unertr?glichen Schmerzen.

Bei der Obduktion wird festgestellt, dass Kate an einer ?berdosis Morphium starb. Da Ellen sich rund um die Uhr um sie k?mmerte, wird sie dann unter Mordverdacht verhaftet. Wollte sie ihre Mutter von ihren Schmerzen befreien und leistete unerlaubte Sterbehilfe?

Dieses Buch brachte mich stellenweise sehr zum Nachdenken. Nicht wegen der Krankheit, sondern weil ich mich oft fragen musste, ob ich meiner Mutter oft genug zeige dass ich sie lieb habe und dankbar bin, dass sie mich so gut aufgezogen hat und ich eine beh?tete Kindheit hatte. Macht man viel zu selten, und ich bin auch keine Person, die ihre Gef?hle immer so direkt ausdr?ckt. Aber man kann es sich ja mal vornehmen.

Gelesen: Oktober 2005
16.10.05 22:09


Thomas Glavinic "Der Kameram?rder"



Ein Ich-Erz?hler berichtet sehr detailliert ?ber ein Osterwochenende in der Weststeiermark, und was er dort so alles getan und erlebt hat. Und zwar wirklich detailliert, er beschreibt ganz genau was er gegessen, was wer wann gesagt hat, wann er aufs Klo ging.... Da das Buch den Anschein eines "Tatsachenromans" erwecken will, und der Ich-Erz?hler demnach kein professioneller Autor sondern ein ganz normaler Mann sein soll, ist der Stil anfangs auch etwas gew?hnungsbed?rftig. Die S?tze sind eher kurz und abgehakt.

Bestimmendes Ereignis an diesem Osterwochenende ist ein Mord an 2 Kindern. Vor allem die Art und Weise des Mordes ist sehr ungew?hnlich: w?hrend der T?ter alles mit einer Videokamera filmte, machte er die Kinder mit psychologischer Raffinesse m?rbe und zwang sie, sich selbst umzubringen. Die Medien berichten non-stop ?ber das Gro?ereignis und wollen dann auch das ihnen zugespielte Mord-Video ausstrahlen.

?berraschend ist dann vor allem das Ende. F?r mich ist es nicht ganz klar, was das zu hei?en hat. Hei?t das, diese Person ist wirklich der Kameram?rder oder aber hat sich diese Person durch die permanenten Medienberichte so mit dem Fall identifiziert, dass die Person mittlerweile selbst glaubt, der Kameram?rder zu sein?

Gelesen: Oktober 2005
16.10.05 21:46


J.M. Coetzee "Mr. Cruso, Mrs. Barton und Mr. Foe"



In dieser Geschichte erz?hlt der s?dafrikanische Schriftsteller Coetzee die 'Vorgeschichte', wie es zum Roman "Robinso Crusoe" von Danie Defoe kam. Ihm zufolge war au?er Cruso und Freitag auch noch eine Frau auf der Insel, ebenfalls schiffbr?chtig. Diese Frau ist auch die einzige, die nach der R?ckkehr nach England vom Inselleben berichten kann, da Cruso auf der Schiffsreise zur?ck verstarb und Freitag die Zunge herausgeschnitten wurde als er ein kleiner Sklavenjunge war. Mrs. Barton will ihre Geschichte vom Schriftsteller Mr. Foe aufschreiben lassen und damit ber?hmt werden. Nur leider ist ihre Story ?berhaupt nicht aufregend. Es gibt weder Menschenfresser, noch hat Cruso irgendwelche Waffen oder Werkzeuge vom Wrack retten k?nnen und demzufolge auch keine Festung bauen, Landwirtschaft betreiben und Tiere erjagen k?nnen. Das 'wirkliche' Leben war Barton zufolge schrecklich langweilig, und Fisch die einzige Nahrung.

Mr. Foe gef?llt die Geschichte so wie sie ihm erz?hlt wird nicht so recht, das Abenteuer fehlt seiner Meinung nach. Und wir alle (oder zumindest die, die "Robinson Crusoe" gelesen haben) wissen ja, was er aus der Rohform gemacht hat. Sogar die Frau auf der Insel g?nzlich rausgeschrieben.

Die Plotline h?rt sich eigentlich ganz interessant hat. Den ersten Teil der Geschichte auf der Insel fand ich noch ganz interessant, danach (als Susan Barton und Freitag zur?ck in England sind) wurde die Geschichte f?r mich immer langweilige und teilweise auch obstruser. Den Schlu? habe ich gar nicht verstanden, erst nachdem ich die Bedeutung woanders nachgelesen habe. Ich hab dieses Buch f?r eine Literatur-Vorlesung gelesen, und bin froh dass wir in der Vorlesung dr?ber gesprochen haben so dass es ich wenigstens ein bi?chen mehr verstanden habe.

Gelesen: Juni 2005
21.6.05 20:55


Giovanni Arpino "Der Duft der Frauen"

Obwohl Al Pacino auf dem Cover des Buches ist, hat es mit dem gleichnamigen Film au?er der Grundidee nichts gemeinsam. Daf?r aber mit dem Original dieses Films, der italienischen Produktion "Profumo di donna" von 1974. Diese Geschichten stimmen ?berein.

Im Buch begibt sich der blinde, 39j?hrige Fausto zusammen mit dem jungen Ciccio - der als sein Helfer und Assistent engagiert wurde - auf eine kleine Urlaubsreise durch Italien. Von Turin geht es ?ber Genua, Rom schlie?lich nach Neapel. Auf dieser Reise lernt Ciccio seinen neuen Boss immer besser kennen, erkennt dass dieser herrische, sture und zynische Mann anscheinend seinen Lebenswillen aufgegeben hat und sich nur noch dem Alkohol und den Frauen hingibt. In Neapel kommt es dann zu einem tragischen Zwischenfall.

Gelesen: Juni 2005
14.6.05 21:04


Arthur Laurents "The Way We Were"



Katie Morosky und Hubbell Gardiner besuchen am College gemeinsam den "Creative Writing"-Kurs. Ansonsten haben sie aber recht wenig gemeinsam. Sie ist J?din, Pr?sidentin der kommunistischen Liga am Campus und eine politische Aktivistin. Engagiert versucht sie gegen den in Europa laufenden 2. Weltkrieg zu protestieren.
Hubbell hat f?r ihre Bem?hungen nur ein m?des L?cheln ?brig. Er ist Sohn aus gutem Hause und ein typischer WASP.

Einige Jahre sp?ter, 1944, treffen sie sich zuf?llig wieder. Und verlieben sich ?berraschenderweise ineinander. Nach dem Kriegsende heiraten die beiden und ziehen nach Hollywood, wo Hubbell als Drehbuchautor arbeitet w?hrend Katie zu der Art Frau wird, die sie nie sein wollte: sie spielt Tennis, geht auf Hollywood-Parties und vernachl?ssigt ihr politisches Engagement v?llig. Doch dann beginnt die Hexenjagd auf Kommunisten w?hrend der McCarthy-?ra.


Am Anfang erinnerte mich das Buch teilweise an "Love Story". Hubbell und Oliver kommen aus denselben Familienverh?ltnissen, Katie und Jenny sind beide M?dchen die eigentlich nicht ihr Stil sind. Erstes Treffen im College, und allen Hindernissen zum Trotz wird dann doch die gro?e Liebe draus - obwohl sie in einigen Themen unterschiedlicher Meinung sind

Das Buch ist teilweise eine gro?artige Liebesgeschichte, der andere Teil ist ?ber die U.S.-Politik w?hrend und nach dem 2. Weltkrieg.

Obwohl das Buch in den 30er/40ern spielt und 1972 geschrieben wurde, h?rt es sich ?berhaupt nicht altmodisch an und liest sich sehr gut.

Den Film mit Barbra Streisand und Robert Redford habe ich noch nicht gesehen, aber ich w?rde ihn mir jetzt sehr gern anschauen. Habe auch schon gelesen, dass er etwas weiter geht als das Buch, hat somit wahrscheinlich auch ein etwas anderes Ende.
PS: Das Cover hier ist das von der DVD, mein Buch hat aber auch Streisand + Redford auf der Titelseite.

Gelesen: Juni 2005
14.6.05 20:58


Timothy Harris
"American Gigolo - Ein Mann f?r gewisse Stunden"




Julian Cole ist zwar erst 25, aber schon gut im Gesch?ft. Als Edel-Callboy verdient er sich eine goldene Nase im sonnigen Kalifornien. Doch dann geht auf einmal alles schief: eine der Frauen, die er erst k?rzlich begl?ckt hat, stirbt einen zu fr?hen Tod und die Polizei h?lt Julian f?r den Hauptverd?chtigen. Besonders nachdem sie einige Beweismittel bei ihm finden. Schnell ist Julian klar, dass ihm jemand unbedingt die Schuld in die Schuhe schieben will. Die Frau, mit der er in der fraglichen Nacht wirklich zusammen gewesen ist, best?tigt sein Alibi nicht. Auch seine Zuh?lterin l??t ihn h?ngen. Und dann passiert etwas, dass Julian sein ganzes Leben lang noch nicht passiert ist: er verliebt sich. Und ausgerechnet in die Frau des einflu?reichen Senators.

Retrospektiv aus der Perspektive des Protagonisten geschrieben. Relativ kurze, spannende Geschichte, die zudem auch ganz gut geschrieben ist. F?r mich war nur nicht ganz nachvollziehbar, wie schnell sich Julian und Michelle so stark ineinander verliebt hatten, dass sie f?r ihn alles aufgeben w?rde.
Buch zum Film mit Richard Gere.

Gelesen: Juni 2005

14.6.05 15:35


B.B. Hiller "Karate Kid III - Die letzte Entscheidung"



Daniel LaRusso ist gerade mit seinem v?terlichen Freund und Karatelehrer Mr. Miyagi aus dessen Heimat Japan zur?ck gekehrt. Gemeinsam wollen sie nun einen Bonsai-Laden er?ffnen. Doch kurz vor der Er?ffnung wird der liebevoll eingerichtete Laden von zwei widerlichen Kerlen verw?stet, die Daniel unbedingt dazu bringen wollen an der All Valley Karatemeisterschaft teilzunehmen - damit sie dem amtierenden Champion den Titel abjagen k?nnen. Nachdem Daniel mehrfach bedr?ngt wurde, gibt er schlie?lich nach und meldet sich f?r die Meisterschaft an. Allerdings kann er beim Training nicht mit der Unterst?tzung von Mr. Miyagi rechnen, der der Auffassung ist dass man Karate nur zur Verteidigung von Ehre und Leben anzuwenden ist, nicht um irgendwelche Troph?en zu gewinnen. Also wendet sich Daniel in seiner Not an Terry Silver, Karatemeister der "harten" Schule.

Auf 156 Seiten erz?hlt dieses Buch die Geschichte zum gleichnamigen Film mit Ralph Macchio und Pat Morita. Keine ausschweifenden Beschreibungen, sondern eher Konzentration auf das Wesentliche. Vielleicht ist dadurch die Moral der Geschichte noch einfacher erkennbar.

Gelesen: Juni 2005
8.6.05 23:57


Janet Fitch "White Oleander"



Astrid lebt zusammen mit ihrer Mutter Ingrid, einer Dichterin, in Los Angeles. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, w?nscht sich aber sehr eine m?nnliche Bezugsperson in ihrem Leben und ist deshalb froh, als ihre Mutter zarte Bande mit Barry kn?pft., welcher Ingrid aber nach einer kurzen Romanze wieder fallen l??t. Die Verschm?hte l??t sich das nicht gefallen und vergiftet den Ex-Lover mit wei?em Oleander.
Ingrid kommt daraufhin in den Knast, Astrid zu verschiedenen Pflegeeltern. Die erste Station ist in einem umgebauten Wohnwagen bei Starr und ihrem Liebhaber Ray, f?r den Astrid bald mehr als nur 'Tochtergef?hle' empfindet. Als Starr dies spitz krieg, schie?t sie in ihrer Wut auf Astrid.
Diese kommt erst ins Krankenhaus, sp?ter zu neuen Pflegeeltern - und vom Regen in die Traufe.

Ich m?chte nicht allzuviel vorweg nehmen f?r diejenigen, die das Buch noch lesen m?chten. Nur soviel sei gesagt: auch dies ist nicht die letzte Station in Astrid's Odyssee.

Ich fand das Buch war sehr gut und interessant geschrieben. Es war nur leider immer schade von Astrid's Leben zu lesen, in dem es nach der Inhaftierung der Mutter nicht mehr viele gute Dinge gab. Und falls doch, so wurde ihr dieses Gute alsbald wieder weggenommen auf die eine oder andere Weise. Sehr traurig. Da bin ich umso froher, dass ich eine gl?ckliche Kindheit hatte und liebevolle Eltern, die auch heute noch immer f?r mich da sind.

Die Vorstellung, dass viele Kinder eine Kindheit ?hnlich der von Astrid haben, kann einen depressiv machen. Schlimmer noch dass es viele Kinder gibt, denen es noch schlechter geht als ihr. Kinder, die kein zu Hause haben, kein eigenes Bett, nichts zu essen.

Ich war froh das das Buch einigerma?en positiv endete und Astrid schlie?lich doch eine Hoffnung f?r ihre Zukunft sieht.

Gelesen: Juni 2005
7.6.05 15:25


Wolfgang Menge "Ein Herz und eine Seele: Rosenmontagszug / Besuch aus der Ostzone"

In diesem Buch sind die Drehb?cher zu zwei Folgen der bekannten Fernsehserie "Ein Herz und eine Serie" aus den 70er Jahren um Familiendespot Alfred Tetzlaff enthalten.

1. Rosenmontagsumzug
Die Tetzlaffs sind am Rosenmontag bei Alfreds Freund Koslowski eingeladen. Alfred, der aus Berlin stammt und nicht viel mit dem K?lner Karneval anfangen kann, geht als Napoleon. Auch Michael hat Anfangs nicht viel Freude an diesem 'Feiertag'. Das ?ndert sich schnell als die Party erstmal in Gang kommt. Im Laufe der Feier entwickeln sich einige Partner-Tausch-Spielchen.

2. Besuch aus der Ostzone
Familie Graf, die Eltern von Schwiegersohn Michael, haben sich zu Besuch angesagt. Da wird sogar das Mittagsessen zur politischen Entscheidung. Das erste Treffen dann verl?uft erstaunlich gut, die beiden V?ter sind in der Kneipe "Ein Herz und eine Seele". Doch als sich der Gast den Stammplatz des Gastgebers am K?chentisch einnimmt, ist f?r Alfred der Spa? vorbei.

Man muss schon die Fernsehserie kennen, um auch Freude an diesen Drehb?chern haben. Denn gerade hier kommt es stark auf die Intonation an, darauf wie etwas gesagt wird. Ich habe die Folgen bereits mehrmals gesehen, und beim Lesen kamen die Erinnerungen daran wieder hervor und man konnte die Personen vor dem inneren Auge wirklich sehen.

Gelesen: Juni 2005
6.6.05 16:02


Chuck Barris "Gest?ndnisse - Confessions of a dangerous mind"



Das hier soll eine Autobiographie des erfolgreichen Showmasters Chuck Barris sein, der nebenbei ein Doppelleben als CIA-Auftragskiller f?hrte. Seine Erfolge beim Fernsehen entsprechen - meines Wissens - der Wahrheit. So hat er z.B. "Herzblatt" erfunden, hie? bei ihm "The Dating Game". Auch andere Familienshows, die so ?hnlich dann im deutschen Fernsehen liefen, stammen aus seiner Feder.

In wie weit aber seine CIA-Erlebnisse der Wahrheit entsprechen entzieht sich meiner Kenntnis. Ich gebe nur mal zu bedenken: wenn er wirklich ein Geheimagent beim CIA gewesen w?re, dann d?rfte er jetzt sicher nicht so einfach dr?ber schreiben. Und das mit Rudi Dutschke - da war f?r mich die Glaubw?rdigkeit dann doch entg?ltig hin.

Dem Lesevergn?gen tut das aber keinen Abbruch. Am Ende wurde das Buch sogar noch ein bi?chen spannend, als er denjenigen ausschalten soll, der ihn die ganze Zeit selbst versucht hat zu t?ten.

Bin auf alle F?lle neugierig auf den gleichnamigen Film geworden, von und mit George Clooney (der aber leider nicht die Hauptrolle spielt).

Gelesen: Mai 2005
5.6.05 13:51


Patricia Highsmith "Der s??e Wahn"



Ich hab ja mittlerweile ein halbes Regalbrett voll mit Highsmith-B?chern. Angefangen hat es mit der Ripley-Reihe (ich fand den Film Klasse, da kann das Buch ja gar nicht schlecht sein), und dann hab ich auf Flohm?rkten immer mehr von ihr gekauft, ihre B?cher sind mittlerweile ja zu beliebten Flohmarkt-Artikeln geworden.

Leider kam ich vor lauter Kaufen nie zum Lesen. Aber nun musste es endlich mal sein!! Fast 20 B?cher von ihr, und noch keines gelesen - das geht nun wirklich nicht.

In "Der s??e Wahn" geht es um die wahnsinnige Obzession eines Mannes (David) zu seiner Ex-Freundin (Annabelle). Kurz nachdem sie sich kennenlernten ging er fort, um Geld zu verdienen und eine Familie mit ihr zu gr?nden. Bl?derweise hat sie nicht auf ihn gewartet, sondern geheiratet. Er kann sich damit aber nicht abfinden, glaubt sie will eh zu ihm zur?ckkommen - ihr Mann l??t sie nur nicht. Er hat auch ein kleines H?uschen f?r sie beide eingerichtet und tut die ganze Zeit so, sie w?re bei ihm (z.B. schenkt er zwei Drinks ein, redet mit ihr...)

Ein bi?chen kann ich ja David verstehen, wenn er seinen Schmerz lindern will indem er sich selbst vorgaukelt dass alles in Ordnung ist. Kenn ich selbst vom frischen Liebeskummer, wenn man in Gedanken in einer anderen "heilen" Welt ist. Mit dem Unterschied dass sowas bei mir nur 2 Minuten und keine 2 Jahre gedauert hat. Auf die Dauer kann so ein Leben ja nicht gut gehen und h?lt David eigentlich nur davon ab, sich selbst weiterzuentwickeln. ?ber die Trennung hinweg zu kommen
Zum anderen kann ich diese Annabelle nicht ganz verstehen. Gut, sie kannte David auch erst wenige Wochen als er dann wegen seinem neuen Job umgezogen ist. Aber diesen Gerald nach 1 Monat zu heiraten?? Obwohl sie ihn gar nicht liebt und er anscheinend der volle Langweiler ist?? Sie gibt dies ja in einem Brief selbst zu - und bleibt dennoch bei ihm. Das ist mir v?llig unverst?ndlich, aber vielleicht war das damals Ende der 50er Jahre noch so. Einmal verheiratet trennt man sich nicht so schnell, und schon gar nicht wenn es die Frau ist, die die Scheidung will.

David schreibt seiner Annabelle dann vermehrt Briefe, und glaubt immer "wenn sie den erst liest, wird sie schon zu mir zur?ck kommen". Diese Vorstellung, dass man durch einen Brief alles wieder gerade r?cken kann, hatte ich auch mal. Und es geht einem meist auch echt besser, wenn man dann so einen "entscheidenen" Brief geschrieben hat. Nur, an der Situation an sich ?ndert sich selten was. Wenn man jemanden nicht mit pers?nlich (Telefon, Face-to-Face) "?berreden" konnte, dann kann man das auch nicht mit einem Brief. Zumindest ich habe das einsehen m?ssen.

Irgendwie sympathisiert man mit David, obwohl er nicht wirklich der "liebe Bub" ist - er "bel?stigt" schlie?lich jemanden permanent. Wahrscheinlich ist es auch genau das, was Annabelle nach dem Tod ihres Mannes dann davon abgehalten hat, vielleicht doch zu David zu gehen. Denn die Briefe zuvor h?rten sich ja durchaus noch liebevoll an. Damals hatte er aber in 2 Jahren auch nur 4 Briefe geschrieben. Pl?tzlich aber hat er sich verst?rkt in ihr Leben eingemischt, laufend angerufen, kam vorbeigefahren, schrieb dauernd Briefe. Kein Wunder, dass sie da kein Interesse mehr hatte. Das was leicht zu kriegen ist will man meist nicht mehr. Und ich glaube er hat ihr durch das "Stalking" auch etwas Angst gemacht. Das Ende war dann nat?rlich nicht "Happy", f?r David vielleicht aber auch die beste L?sung. So oder so h?tte er kein gl?ckliches Leben mehr gehabt.

Ich habe ?brigens auch einige Parallelen zum talentierten Mr. Ripley entdeckt: Vertuschung eines Mordes, Annahme einer anderen Identit?t, ein junges M?del wei? zuviel...

Der Roman soll ja autobiografische Z?ge haben. Highsmith selbst war wohl lesbisch und lange Zeit ungl?cklich in ein M?dchen verliebt, die sie wohl auch versucht hat (zur?ck?) zu erobern.

Gelesen: M?rz 2004
2.6.05 22:42


Joanne Harris "Chocolat"



Es ist wirklich der absolut perfekte Roman f?r die Vorweihnachtszeit - obwohl er gar nicht in dieser Zeit spielt.

Er spielt n?mlich zur Fastenzeit, also von Februar bis April. Vianne kommt mit ihrer Tochter Anouk in ein kleines franz?sisches St?dtchen um dort eine Patesserie zu er?ffnen. Ihre besondere Gabe: sie kann sofort erkennen, was die Lieblings-Schoko-Sorte ihrer Kunden ist. Eine zweite, nicht minder wertvolle Gabe: sie wei?, mit welchen Pralinen die Libido des Mannes angekurbelt werden kann.
Diese 2 Talente helfen ihr, um Kundschaft in ihr Gesch?ft zu kriegen. Nebenbei entwickelt sie sich auch zur "guten Seele" des Dorfes, f?hrt Menschen zusammen und trennt auch welche, da wo es n?tig ist.
Alles k?nnte also so sch?n sein, wenn da nicht der Priester w?re. Der sieht Vianne's Schokoladengesch?ft als einen Affront gegen die Kirche und die vorgeschriebene Fastenzeit an. Mit allen Mitteln versucht er, sie aus der Stadt zu treiben.

Warnung: man bekommt unweigerlich Appetit auf Pralinen, wenn man dieses Buch liest!!!

Gelesen: Weihnachten 2001
2.6.05 17:51


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