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Carlos Ruiz Zafón "Der Schatten des Windes"



Eines mal voraus: der Klappentext des Buches ist etwas misleading. Dort steht, dass Daniel immer tiefer in die faszinierende Handlung des Romans eintaucht, das er als 10-Jähriger vom "Friedhof der vergessenen Bücher" gerettet hat.
Insofern hört es sich ein bißchen wie "Lost in a good book" von Jasper Fforder an. Dem ist aber nicht so.

Daniel ist zwar fasziniert von seinem neuen Lieblingsbuch, aber viel mehr ist er auf der Suche nach dem Autor, der auf mysteriöse Weise von der Bildfläche verschwunden ist und von dem es kaum irgendwo Bücher aufzutreiben gibt. Und so macht sich Daniel auf eine mehrere Jahre dauernde Suche nach diesen Julián Carax und trifft dabei auf verschiedene Menschen aus Juliáns Vergangenheit die ihm alle ein Puzzlestück der Geschichte liefern. Bald muss Daniel allerdings feststellen, dass außer ihm auch ein gefährlich ausschauender Polizei-Inspektor auf der Jagd nach Carax ist, und so wird auch die Luft für Daniel immer dünner. Und so ganz nebenbei entstehen in Daniel's Privatleben immer mehr Parallelen zu Carax' Leben. Und das Buch entwickelt sich zu einem spannenden Krimi, das immer wieder neue Überraschungen und Verwicklungen bereit hält.

Ich konnte das Buch leider nicht in einem Rutsch durchlesen, dazu hat es doch zu viele Seiten und mir fallen abends schon immer die Augen zu. Aber spätestens ab der Hälfte des Buches wird es unglaublich spannend und man will unbedingt wissen wie das Ganze nun ausgeht bzw aufgelöst wird. Deshalb hab ich in den letzten beiden Tagen insgesamt dann auch die letzten 300 Seiten des gut 560 dicken Wälzers gelesen. Und war mit dem Ende dann doch sehr zufrieden.
6.10.06 21:00


Joseph O'Connor (Hg.) "Yeats ist tot!"



F?nfzehn irische Autoren schreiben zusammen einen ziemlich skurrilen Kriminalroman. Jeder ein Kapitel, bei dem sowohl die Leser als auch die einzelnen Charaktere r?tseln m?ssen was die Formel Y8S=+! bedeutet und wof?r sie ?berhaupt gut ist.

Auf dem Weg zur L?sung des Falles kommen einige Menschen zu Tode, andere finden neue Identit?ten oder Lebensphilosophien. Und mittendrin der wohl ber?hmteste irische Dichter James Joye.

Zuallererst muss ich mal sagen, dass ich vom Schreibstil her nicht so gro?e Unterschiede zwischen den einzelen Autoren gemerkt habe. Ich habe zwar auch keinen gro?en Augenmerk darauf gelegt, aber beim Lesen fielen mir keine gro?en Br?che auf. Was nat?rlich dem Lesen entgegen kam.
Was jedoch zu merken war: jedes Kapitel verfolgte eine andere Figur und dessen Verwicklung in der Geschichte weiter. So als ob jedes Kapitel aus der Perspektive einer anderen Figur geschrieben wurde, somit die erste H?lfte der Kapitel.
In der zweiten H?lfte des Buches ist die Geschichte dann mit gro?en Schritten vorangeschritten, es gab noch mehr Morde und noch mehr Verwicklungen.

Was ich mich die ganze Zeit gefragt habe: war die Story-Outline irgendwie vorgegeben, oder hat wirklich einfach jeder Autor sein Kapitel und die vorhergehenden an den n?chsten weitergegeben. Ganz pragmatisch gesehen muss ja eine Art von Plan dagewesen sein, denn am Ende mussten ja alle kleinen Plots aufgel?st werden und das Verwirrkn?uel s?uberlich entwirrt sein.

Vom Hocker gerissen hat es mich nicht, aber es war ganz nett zum Lesen und auch mal eine ungew?hnliche Kriminalkom?die kann man fast sagen. F?r Fans der irischen Schriftsteller ist es sicher ein Muss, da hier wirklich 15 aktuelle Top-Schriftsteller aus Irland versammelt sind.

Gelesen: 2005
7.12.05 21:21


H.G. Wells "The Time Machine"



H.G. Wells ist der Erfinder von Science-Fiction-Romanen. F?r eine Literaturvorlesung habe ich einiges von ihm gelesen, u.a. eben auch dieses Buch hier.
Ein Erfinder, der Time Traveller, baut eine Art Fahrrad, mit dem er durch die Zeit reisen kann. Bei einer seiner Reisen landet er fast 1 Mio Jahre in der Zukunft, und findet eine vollkommen andere Zivilisation vor. Die Lebewesen sind in 2 Rassen gespaltet: die Eloi (liebenswert, naturverbunden, aber auch schwach) und die Morlocks (b?sartig, leben in H?hlen unter der Erde und ern?hren sich von Elois). Als die Morlocks die sch?ne Eloi Weena verschleppen - die einzige, die noch die alte Sprache des Time Travellers spricht und ihm deshalb auch sehr nahe gekommen ist - macht sich der Gast aus der Vergangenheit auf, um seine Freundin zu befreien.

Hinter der ganzen Story liegt eine Kritik an der damaligen Gesellschaft (1895) und vor allem der Industrialisierung.
Wells verleiht der Geschichte durch eine Rahmenhandlung bewu?t den Anspruch von Faktizit?t.

Gelesen: Januar 2005
20.11.05 12:39


Jiliane Hoffmann "Cupido"



Eine Jurastudentin wird in ihrem Apartment in NYC brutal vergewaltigt und gefoltert. Der T?ter kann nie gefasst werden, er versteckte sich hinter einer Clownmaske und hinterlie? keinerlei biologische Spuren.

12 Jahre sp?ter ist die Jurastudentin Staatsanw?ltin C.J. Townsend in Florida und gemeinsam mit der Polizei hinter einem Serienm?rder her, der junge h?bsche Blondinen kidnappt, gefangenh?lt, vergewaltigt und schlie?lich auf bestialische Weise umbringt: indem er ihnen bei lebendigem Leibe das Herz aus der Brust schneidet.

Endlich kann ein Verd?chtiger gefasst werden. Im Gerichtssaal erkennt C.J. im Angeklagten die Stimme ihres Peinigers. Nun will sie erst recht alles daran setzen, dass er f?r seine Taten in der Todeszelle schmoren muss, auch wenn sie daf?r Beweise f?lschen muss.


Richtig w?tend gemacht hat mich beim Lesen mal wieder das komische Rechtssystem der USA. Dort darf zwar jeder B?rger eine Waffe tragen und z.B. in Florida schie?en d?rfen wenn sie sich auch nur im Entferntesten bedroht f?hlen.
Auf der anderen Seite sind Fahrzeugkontrollen rechtswidrig, wenn der Fahrer keine Verkehrsregel mi?achtet hat. Falls doch kontrolliert wird, darf nichts was gefunden wird gegen ihn verwendet werden. Auch wenn eine Leiche im Kofferraum gefunden wird, man kann das alles nicht gegen ihn verwenden.

Eine andere Sache, die mir in letzter Zeit in vielen B?chern aufgefallen ist: das FBI kann niemand leiden, und die ?rtliche Polizei schon gar nicht. Stattdessen steht man sich gegenseitig im Weg. In meinen Augen hat das alles damit zu tun, dass es in den USA diesen 'Starkult' gibt. Wer solch einen brisanten Fall l?st, dessen Name wird im ganzen Land bekannt (worauf nat?rlich jeder aus ist). Ich kann mich aus Deutschland an keinen einzigen Ermittler erinnern, der mal einen spektakul?ren Fall gel?st hat.

Zum inhaltlichen: spannend bis zum Schlu?, obwohl ich die ?berraschung die der dritte Teil des Buches bereit h?lt vorher geahnt habe. Tat der Spannung aber keinen Abbruch, hab nur darauf gewartet dass C.J. und Dominick auch endlich drauf kommen.

Gelesen: November 2005
20.11.05 12:16


Ruth Picardie "Es wird mir fehlen, das Leben"



Die Journalistin Ruth Picardie f?llt aus alle Wolken als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird. Ihre Krankheit schreitet rapide schnell voran. Schon bald hat sie nicht mehr die Kraft, ihr normales Leben fortzuf?hren, ihre vielen Freunde zu treffen. Stattdessen behilft sie sich mit E-Mails, um mit der Au?enwelt noch einigerma?en in Kontakt zu bleiben.
Einige von diesen E-Mails sind in diesem Buch abgedruckt, veranschaulichen die letzten Monate von Ruth. Leider erlebt Ruth den ersten Jahrestag ihrer Diagnose nicht mehr.
F?r ihre Verwandten ist es eher eine Erl?sung, da Ruth zum Schlu? nicht mehr dieselbe war wie vor ihrer Krankheit und sie auch nicht wollten, dass sie leidet.
F?r Ruth war es am schlimmsten, ihre Zwillinge nicht aufwachsen zu sehen und nicht zu wissen, ob Schwester Hathaway und Doktor Ross letztendlich doch gl?cklich werden.

Ein sehr ber?hrendes Buch, ohne kitschig zu sein. Ganz im Gegenteil, Ruth schreibt ?ber ihre Krankheit und ihre Begleiterscheinungen eher zynisch als mitleidsheischend. Und es wird einem einmal mehr bewu?t, dass Krebs jeden treffen kann, ?berraschend und unerwartet.

Gelesen: September 2005
1.11.05 22:35


Alexander McCall Smith "Ein Koch f?r Mma Ramotswe"



Dritter Fall von Mma Ramotswe, die in der Hauptstadt von Botswana eine Detektei aufgemacht hat. Bei der L?sung ihrer F?lle hilft Mma Makutsi, die au?erdem noch die Werkstatt von Mma Ramotswes Verlobten auf Vordermann bringt. Dort hat die weibliche Hand im B?ro schon lange befehlt.

Die B?cher dieser Reihe sind keine Krimis, hier geht es nicht um Mordf?lle oder ?hnlich schwerer Delikte. Stattdessen wollen die Mandaten h?usliche Probleme gekl?rt haben oder wissen, wer sich am besten als n?chste Sch?nheitsk?nigin eignet. Mit gesundem Menschenverstand und guter Menschenkenntnis k?nnen alle F?lle zur Zufriedenheit aller gel?st werden.

Ich habe bisher kaum einen Roman gelesen, der im neuzeitlichen 'zivilisierten' Afrika spielt. Insofern konnte ich viel ?ber diese Kultur dort lernen. Ich denke sogar, dass das eine Intention des Autors war - den Lesern die Menschen aus Botswana n?her bringen.

Gelesen: November 2005
1.11.05 22:13


Hab mal einen kleinen Test gemacht, in welchen klassischen Roman ich geh?re. Raus kam:

pandp
I believe you belong in Pride and Prejudice; a
world of satire and true love. A world where
everything is crystal clear to the reader, and
yet where new things seem to be happening all
the time. You belong in a world where your
free-thought puts you above the silly masses,
and where bright eyes and intelligence are
enough to attract the arrogant
millionaire/prejudiced young woman of your
choice.


Which Classic Novel do You Belong In?
brought to you by Quizilla


Ich besitze zwar alle Romane von Jane Austen, aber bis jetzt bin ich doch tats?chlich noch nie dazu gekommen, auch nur einen davon zu lesen. Obwohl ich es oft vorhatte.
Diesen Film hier will ich mir eh bald im Kino anschauen, und danach dann auch das Buch lesen. Das hab ich mir so zur Regel gemacht: nach M?glichkeit erst den Film sehen und dann das Buch lesen, dann kann es nur besser werden. Andersherum ist man manchmal doch bitter entt?uscht.
22.10.05 23:52


Alexander Rentsch "Rivalen der Rennbahn"



Erfolgsjockey Christian Adler wird langsam ?lter, die Erfolge bleiben aus. Da beschlie?t er, mit einem alten Freund einen eigenen Reitstall zu betreiben und erfolgsversprechende Pferde sowie Jockeys heranzuz?chten. Doch dieser Weg ist mit einigen H?rden gepflastert.

Das Buch erz?hlt die ersten Folgen der Fernsehserie ziemlich detailliert nach. Gewundert hat mich, dass es kein zweites Buch gibt f?r den Rest der Geschichte. Und Samurai, das Pferd dem in der Serie die meiste Aufmerksamkeit galt (und auch der tolle Song von Nino de Angelo), hat hier nur einen kleinen Auftritt.

Ich w?rde ?brigens meinem Mann auch nicht mehr verzeihen, nachdem ich ihn mehrmals inflagranti erwischt h?tte. Wieso die Baronin dennoch versucht, Monika Adler zu ?berreden doch ihrem Mann noch eine Chance zu geben, verstehe ich nicht so ganz.
Irgendwie ganz nett fand ich die kleine Episode, wo der Polizist den verwahrlosten Betrunken nach Hause begleitet. Wei? nicht, aber glaube nicht dass das in Wirklichkeit auch vorkommen w?rde.

Insgesamt gesehen ist das Buch was Nettes zum Lesen f?r zwischendurch. Gespickt mit kleinen Intrigen, aber wirklich nur so klein dass man kein Herzrasen beim Lesen bekommt (wie bei einigen Thrillern...)

Gelesen: April 2005
18.10.05 22:04


Jane Smiley "Tausend Morgen"



Um die Erbschaftssteuer zu umgehen, schenkt der geizige Farmer Laurence Cook sein Land - Tausend Morgen gro? - seinen drei T?chtern bereits vor seinem Tod. Die j?ngste ist nicht wirklich an dem Land interessiert, sie macht als Anw?ltin in der Stadt Karriere. Die beiden ?lteren T?chter Ginny und Rose bewirtschaften das Land zusammen mit ihren Ehem?nnern, und wollen nun ?ber 'ihr' Land auch selbst bestimmen. Doch der Vater will sich die Funktion des Oberh?uptlings nicht so leicht nehmen lassen und braust auf. Mit Hilfe der j?nsten Tochter strengt er einen Prozess gegen die anderen zwei an, um sein Land zur?ck zu bekommen. Dieser Zwist zerst?rt die gesamte Familie.

Die Geschichte wird aus der Sicht der ?ltesten Schwester erz?hlt. Seit langem verheiratet beginnt sie aus heiterem Himmel eine Aff?re mit einem Nachbarn und sieht schon eine neue Zukunft vor sich. Doch dann wendet sich der Nachbar lieber der anderen Schwester zu, die Eifersucht entzweit die sich einst liebenden Schwestern. Zeitgleich erinnert sich beide an Dinge, die sie lange Zeit verdr?ngt hatten: was ihr Vater ihnen in ihrer Jugend angetan hat. Nachdem die Mutter fr?h verstorben ist, holte sich der Vater die Streicheleinheiten und mehr in ihren Betten. Aber dieser Aspekt des Vergewaltigung/Inzest ist nur ein Bruchteil der Geschichte, die sehr vielschichtig ist.

Gut gefallen hat mir, dass einzelne Charaktere nicht einfach nur schwarz/wei? waren, sondern mitunter sehr vielseitig. Dennoch fand ich das Buch nur m??ig gut. Die ersten 200 Seiten sind ziemlich m?hsam, etwas zu langatmig. Die letzten 100 Seiten waren f?r mich am spannendsten, da ist dann wirklich allerhand passiert.

Gelesen: Juni 2005
18.10.05 21:04


Anna Quindlen "Familiensache"



Kate und Ellen Gulden hatten nie eine besonders enge Beziehung zueinander. Wie viele T?chter war Ellen eher 'Papa's M?del' und immer darauf bedacht, ihm zu gefallen. Kate hingegen war einfach die liebevolle Hausfrau und Mutter, die immer da war und alles ungefragt erledigte; die aber nie aus ihrem Schatten heraus trat.

Nachdem Ellen ihr College beendet hat und gerade einen guten Job bei einer Zeitschrift gefunden hat, bekommt ihre Mutter eine schreckliche Diagnose: sie hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Und ben?tigt die Hilfe ihrer Tochter, so jedenfalls will es der Vater. Ellen ist gar nicht begeistert davon, ihr Leben in New York aufzugeben, um ihre kranke Mutter zu pflegen. Aber sie macht es dennoch, denn eines ist sie nicht: herzlos.

W?hrend der n?chsten Wochen und Monate pflegt sie also ihre Mutter, und lernt sie dabei besser kennen als in ihren 24 Jahren zuvor. Gerade mal ein halbes Jahr nach der Diagnose stirbt Kate, f?r sie ist es zu dem Zeitpunkt eine Erl?sung von ihren mittlerweile unertr?glichen Schmerzen.

Bei der Obduktion wird festgestellt, dass Kate an einer ?berdosis Morphium starb. Da Ellen sich rund um die Uhr um sie k?mmerte, wird sie dann unter Mordverdacht verhaftet. Wollte sie ihre Mutter von ihren Schmerzen befreien und leistete unerlaubte Sterbehilfe?

Dieses Buch brachte mich stellenweise sehr zum Nachdenken. Nicht wegen der Krankheit, sondern weil ich mich oft fragen musste, ob ich meiner Mutter oft genug zeige dass ich sie lieb habe und dankbar bin, dass sie mich so gut aufgezogen hat und ich eine beh?tete Kindheit hatte. Macht man viel zu selten, und ich bin auch keine Person, die ihre Gef?hle immer so direkt ausdr?ckt. Aber man kann es sich ja mal vornehmen.

Gelesen: Oktober 2005
16.10.05 22:09


Thomas Glavinic "Der Kameram?rder"



Ein Ich-Erz?hler berichtet sehr detailliert ?ber ein Osterwochenende in der Weststeiermark, und was er dort so alles getan und erlebt hat. Und zwar wirklich detailliert, er beschreibt ganz genau was er gegessen, was wer wann gesagt hat, wann er aufs Klo ging.... Da das Buch den Anschein eines "Tatsachenromans" erwecken will, und der Ich-Erz?hler demnach kein professioneller Autor sondern ein ganz normaler Mann sein soll, ist der Stil anfangs auch etwas gew?hnungsbed?rftig. Die S?tze sind eher kurz und abgehakt.

Bestimmendes Ereignis an diesem Osterwochenende ist ein Mord an 2 Kindern. Vor allem die Art und Weise des Mordes ist sehr ungew?hnlich: w?hrend der T?ter alles mit einer Videokamera filmte, machte er die Kinder mit psychologischer Raffinesse m?rbe und zwang sie, sich selbst umzubringen. Die Medien berichten non-stop ?ber das Gro?ereignis und wollen dann auch das ihnen zugespielte Mord-Video ausstrahlen.

?berraschend ist dann vor allem das Ende. F?r mich ist es nicht ganz klar, was das zu hei?en hat. Hei?t das, diese Person ist wirklich der Kameram?rder oder aber hat sich diese Person durch die permanenten Medienberichte so mit dem Fall identifiziert, dass die Person mittlerweile selbst glaubt, der Kameram?rder zu sein?

Gelesen: Oktober 2005
16.10.05 21:46


Maureen Martella "Maddy r?umt ab"



Maddy ist gerade mal 33, aber es scheint so als ob sie das Leben schon hinter sich h?tte. Mit ihrer herrischen Mutter, ihrem ungeliebten Ehemann und ihren h??lichen Zwillings-S?hnen lebt sie auf einer Farm in Irland und ist eher frustiert und gelangweilt. Da kommt ihr die Einladung ihrer Schwester gerade recht.
Diese ist n?mlich vor 20 Jahren von dem elterlichen Anwesen gefl?chtet um ihr Gl?ck in der gro?en weiten Welt zu suchen. Gefunden hat sie es in Hollywood, wo sie als erfolgreiche Drehbuchautorin Millionen verdient, in einer pr?chtigen Villa wohnt und deren Freund der hinrei?ende Schauspieler Carlos ist. Maddy f?hlt sich wie im Himmel und sagt nicht nein, als ihre Schwester Gloria sie bittet, ihren Urlaub zu verl?ngern. Allerdings verfolgt Gloria damit auch einen ganz bestimmten Zweck: Maddy soll mit Carlos ein Kind zeugen, dass sp?ter dann von Gloria und Carlos adoptiert werden kann.

Sehr gut gefallen hat mir die Schreibweise der Ich-Erz?hlerin. Sehr erfrischend, sehr flott und sehr unterhaltsam. Schon allein deswegen machte mir das Lesen Spa?. Die Story war anfangs sehr interessant, die restlichen 50 Seiten machen zwar noch etwas gespannt auf das Ende, bringen ansonsten nicht mehr viel Neues.

Gelesen: Oktober 2005
12.10.05 13:35


Burkhard Spinnen "Kalte Ente"



Die Geschichten handeln vom bundesdeutschen Durchschnittsb?rger, dem zumeist irgendwelche negativen Dinge passieren. Etwas unvorhergesehenes tritt in das Leben, und erfordert au?ergew?hnliches Handeln, mit dem die Charaktere alle etwas ?berfordert sind. Mangels F?higkeit einen k?hlen Kopf zu bewahren kommt es zu unerw?nschten Ereignissen.

Ein bi?chen haben mich die Kurzgeschichten an die von T.C. Boyle erinnert, der auch den Durchschnitts-US-B?rger beschreibt und dem meist auch nur Negatives passiert. Die Geschehnisse sind nat?rlich grundverschieden, aber das Ergebnis doch irgendwie gleich: man ist nach dem Lesen eher in einer depressiven/melancholischen Stimmung. Nat?rlich geht nicht alles schlecht aus, aber es gibt eben auch kein reines Happy End. Was die Geschichten aber nicht schlecht macht, ganz im Gegenteil. Ich fand sie sehr gut. Nur sollte man nicht zuviel davon auf einmal lesen, das w?rde dann doch die Psyche angreifen.

Gelesen: Oktober 2005
11.10.05 21:39


Odette Ferry "Ein Herz und eine Krone"



Prinzessin Anne ist auf Europa-Reise und macht auch in Rom hat. Irgendwann hat sie die Schnauze voll von dem starren Hofprotokoll und will endlich auch mal was von den St?dten sehen, die sie besucht. Das wahre Leben sp?ren. Also b?chst sie auch, um die ewige Stadt per pedes zu erkunden. Abends schl?ft sie v?llig ersch?pft bei den antiken Ruinen ein. Dort findet sie der Journalist Joe Bradley, der zu sehr ein Gentleman ist als sie dort ihrem Schicksal zu ?berlassen. Da die sch?ne Frau ihm nicht ihre Adresse nennen kann, muss er sie wohl zu sich nach Hause nehmen. Als er am n?chsten Morgen mitbekommt, welch blaubl?tigen Fang er da gemacht hat, plant er eine geheime Exklusivstory ?ber die sch?ne Prinzessin und spielt f?r sie den Touristenf?hrer. Bei ihrem Bummel durch die Stadt entwickeln sich dann aber auf beiden Seiten unerwartete Gef?hle.

Eine wundersch?ne Liebesgeschichte. Der Film geh?rt zu einem meiner Lieblings-Klassikern, die ich gern an einem Sonntagnachmittag auf der Couch anschaue. Das Buch dazu ist nicht minder romantisch, und ich wei? auch gar nicht, was von beiden zuerst da war.

Gelesen: Juni 2004
11.10.05 17:37


George Eliot "Silas Marner"



Silas Marner ist ein normaler Weber, der im England des 19. Jhd. ein normales Leben lebt. Doch dann wird er f?lschlicherweise des Diebstahlts bezichtigt, verliert seine W?rde und seine Braut. Gedem?tigt und entt?uscht zieht er in das Dorf Raveloe, wo er von Anfang an ein Au?enseiter ist. Da er den Menschen fortan nicht mehr vertraut, versteift er sich darauf, nur noch f?r seine Arbeit zu leben und sein ganzes Geld zu sparen. Viele Jahre sp?ter, als er schon einen kleinen Schatz angespart hat, wird ihm sein ganzes Geld gestohlen. Erst als er ein kleines M?dchen, desssen Mutter unweit seiner H?tte vor K?lte erfroren ist, zu sich nimmt und aufzieht lernt er, dass Liebe mehr wert ist als alles Geld der Welt. Bis der leibliche Vater des M?dchens eines Tages auftaucht.

Ich habe das Original gelesen und kam schwer rein. Die Sprache ist nicht einfach, viele W?rter kannte ich nicht. Zudem fand ich die ersten Kapitel nicht wirklich interessant, erst sp?ter wurde es spannender.
F?r mich war die Moral der Geschichte, dass am Ende jeder das bekommt was er verdient - im positiven sowie im negativen.

Gelesen: Februar 2005
11.10.05 17:26


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